BIKE Transalp-Challenge

Als der Wecker am Samstag um 5:30 Uhr klingelte, hätte ich mich am liebsten wieder umgedreht, aber das ging ja nicht – schließlich wollte ich zusammen mit Danièle bei der diesjährigen Transalp starten. Also raus, fertig machen und nach Füssen fahren. Beim warm Fahren verfuhren Danièle und ich uns promt... irgendwie hatten wir vor lauter Quatschen die Orientierung verloren ;) Zum Glück hat Mannie Heymans das nicht mitbekommen, er hat mir im Laufe der Woche versucht, sein Garmin schmackhaft zu machen. Der erste Etappenort war Imst, doch bis dahin waren es noch 79,8 km und 1958 hm. Das Höhenprofil sah eher harmlos aus – aber es sah auch nur so aus. Bis wir am Marienbergjoch waren, hatte ich mich schon ordentlich abgeschossen, dabei ging es jetzt erst los. Aber wir lagen an zweiter Position und ich versuchte so gut es ging an Danièle dran zu bleiben. Von hinten kamen Bettina Dietzen und Natascha Binder immer näher und kurz vor dem steilsten Stück zogen sie vorbei. Aber ich war so fasziniert von Danièle, dass das zur Nebensache wurde... sie ist alles gefahren! Wahnsinn!! Unten erwischten wir dann sogar noch eine gute Gruppe und kämpften gemeinsam die letzten Kilometer bis nach Imst. Bis es die letzten 10 hm bergauf ging, da streikten meine Beine plötzlich und ich bekam in beiden Oberschenkeln gleichzeitig Krämpfe. Danièle schaute sich überrascht um, aber ich konnte einfach nicht mehr treten. Und dann war ich total baff als sie mich fragte, ob sie mich ziehen soll. An die Möglichkeit hatte ich noch gar nicht gedacht! Mit ihrer Hilfe konnten wir unseren dritten Platz halten – das ging ja schon einmal gut los :-) Gewonnen haben Anna-Sofie und Kristine Noorgard.

 

Am Sonntag sollte es dann nach Ischgl gehen, allerdings hatten schwere Regenfälle einen Murenabgang ausgelöst und die komplette Straße war verschüttet. Erst kurz vor dem Start war klar, dass die Strecke wie geplant befahren werden konnte – 76,65 km und 3184 hm standen also auf dem Programm. Mal sehen, was meine Beine dazu sagten. Ich merkte schon am ersten Berg, dass sie ziemlich leer waren und die Muskulatur von den Krämpfen schmerzte. Aus Angst vor neuen Krämpfen und aufgrund von Danièles Warnungen vor den letzten Kilometern bis nach Ischgl ließen wir es etwas langsamer angehen. Und sie hatte Recht: ich hatte das Gefühl, dass die 15 km bis Ischgl ewig dauerten. Im Ziel waren wir dann das fünfte Damenteam, aber wir waren beide froh, dass ich ohne Krämpfe durch gekommen bin. So wie es aussah, würde es eine spannende Woche werden, da die Plätze 2-5 munter durch mischten.

 

Die Strecke von Ischgl nach Scuol war wieder eher nach meinem Geschmack: der steilste und längste Berg gleich zu Beginn und ohne böse Überraschungen am Ende. Trotzdem galt es 75,34 km und 2518 hm zu bewältigen, wobei die Höhenmeter sich eigentlich auf zwei Berge verteilten. Nach einer Dorfrunde durch Ischgl gab es gleich mal eine Schiebestrecke bergauf. Der Untergrund war so tief und weich, dass an Fahren nicht zu denken war. Zusammen mit den Noorgards gingen wir wieder aufs Rad. Irgendwann kamen Bettina und Natascha vorbei, aber ich traute mich nicht mitzugehen. Das Idjoch wollte kein Ende nehmen und Danièle versorgte mich laufend mit Streckendetails. Sie kannte die Etappe noch von der vorletzten Transalp. Worüber ich mich aber am meisten gefreut hab war, dass sie oben nur 20m Vorsprung hatte ;-) In der Abfahrt versuchten wir dann möglichst gut an langsamer fahrenden Männerteams vorbei zu kommen, was nicht immer einfach war, da sie sich nicht gerne von Frauen überholen ließen. Aber die Erfahrung mussten wir in der Woche leider noch einige Male machen.

Irgendwann sagten uns Zuschauer, wir hätten 51 Minuten Rückstand auf die Spitze... ich schaute auf meine Uhr – wir waren gerade mal 2:08 h unterwegs! Wie schnell fahren die um Himmels Willen da vorne?! Am zweiten Berg sah ich Heidi und Resi unter uns und kassierte auch gleich eine Rüge von Danièle, dass ich nicht auf die anderen achten solle! Eigentlich hatte sie ja Recht, aber das war nicht so einfach abzustellen. Auf dem Weg nach Scoul erwischten wir dann eine gute Gruppe und Danièle tat alles, damit ich auch darin blieb ;-) Wir kamen wirklich hinter den Noorgard-Schwestern und Bettina und Natascha als Dritte ins Ziel. Ich war ganz schön kaputt, aber schön war es trotzdem.

 

Der erste Anstieg von Scuol zog sich ewig hin. So schlimm sah er auf dem Höhenprofil gar nicht aus, aber es wurde immer wieder flacher, dann ging es etwas mehr bergauf und das gefühlte 40 km. Am Ende mündete das Ganze dann in einem Singletrail, der richtig toll zu fahren war. Nur leider musste man sich dem Tempo der Vordermänner anpassen, weil Überholen nicht so einfach war. Bergab gab es an einer Stelle dann leider auch wieder Stau, weil viele Männer es vorzogen zu schieben. Ich dachte, dass es schneller wäre sich direkt in die Schiebenden einzureihen. Danièle wartete lieber oben und zog dann an allen vorbei. Also schnell wieder rauf auf Bike und hinterher. Kurz danach kam auch schon Resi an uns vorbei gebrettert, allerdings musste sie dann unten auf Heidi warten, die hinter langsameren Männern fest hing. Nach dem zweiten Berg folgte ein wunderschöner Trail, aber ausruhen? Fehlanzeige. An der letzten Verpflegungstation füllte ich dann aus Blödheit meine Flasche nicht auf, dabei war sie schon fast leer und es wurde immer heißer. Auf dem Weg zum Passo Alpisella standen zum Glück noch die Mädels von Mooove und hatten eine Flasche Wasser für mich übrig. Ohne sie wäre ich ganz schön eingegangen. Vielen Dank nochmal!! Im Tal erwischten wir dann mit Florian Wiesner wieder ein gutes Zugpferd. Das Blöde an Livigno ist, dass es ewig lang gezogen ist und so fuhren wir an jedem Ortsteil vorbei, bis wir fast alle passiert hatten. Ich suchte immer wieder nach einem Kirchturm in dessen Nähe bestimmt das Ziel wäre, aber wir ließen einen nach dem anderen rechts liegen. Im Ziel erfuhren wir dann, dass wir nur wenige Sekunden hinter Bettina und Natascha angekommen waren. Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätt ich mich vielleicht noch ein wenig mehr zusammen gerissen ;)

 

Die fünfte Etappe war zugleich die Königsetappe – 106,84 km und 3461 hm lagen vor uns. Ermutigt vom gestrigen Ergebnis, fuhren wir am ersten Berg auf Rang zwei, dicht gefolgt von Natascha und Bettina. Die Flachpassage fuhren wir dann zu viert zusammen, wobei Danièle und Natascha meistens die Führungsarbeit übernahmen. Für mich war es von Vorteil, weil ich so die Schlaglöcher noch rechtzeitig erkennen konnte ;) Am zweiten Berg traute ich mich nicht ihr Tempo mitzugehen, allerdings blieben die beiden immer in Sichweite und in der Abfahrt schlossen wir wieder zu ihnen auf. Je weiter man nach unten kam, desto wärmer wurde es und in Grosotto stand die Hitze förmlich. Jetzt standen uns 1500 hm am Stück bevor. Unten bekamen wir noch mal neue Flaschen gereicht und los gings. Ziemlich schnell hatten wir einen Vorsprung von rund einer Minute auf die beiden raus gefahren, aber es war ja noch lang. Und nach 400 hm waren unsere Flaschen auch schon schon wieder leer. Verzweifelt suchten wir nach einer Möglichkeit sie wieder aufzufüllen, Danièle versuchte ihr Glück an einem Brunnen, ich durfte mal wieder an den Wasservorrat von Mooove ;) Flaschen auf- und zudrehen dauerte eine Weile und so zogen Natascha und Bettina wieder vorbei. Und der Berg wollte nicht enden. Immer wieder fragte ich Danièle, wie viele Höhenmeter wir noch vor uns hätten und jedes Mal schockierte mich ihre Antwort: „800“, „700“, „500“. Als wir endlich oben waren gingen wir vor einer Männergruppe, in der auch die beiden anderen Mädels steckten, in die Abfahrt und ließen es ordentlich krachen. Als es dann verblockter wurde, fing es an richtig Spaß zu machen und wir fuhren an einem schiebenden Team nach dem anderen vorbei, die uns dieses Mal bereitwillig Platz machten. Ich war richtig froh, dass ich mich für mein Fully entschieden hatte, sonst wäre ich wohl auch viel gelaufen ;) Unten ging es dann noch mal einige Kilometer flach bis ein letzter zäher Anstieg die letzten Körner fraß. Da wir die ganze Zeit alleine fuhren, hatte ich immer Angst, dass die beiden in einer Männergruppe doch noch mal heran gerauscht komnen könnten. Aber wir konnten den zweiten Platz bis ins Ziel halten! Dort erfuhren wir dann, dass wir bergab einen Vorsprung von über 6 Minuten raus gefahren hatten – Wahnsinn! Jetzt kam sogar der zweite Gesamtrang wieder in Reichweite...

Leider wurde die fünfte Etappe vom Tod des Schauspielers Heinrich Schmieder überschattet. Er wurde am Morgen von seinem Teampartner leblos im Bett aufgefunden. So etwas nimmt einen schon ganz schön mit. Danièle und ich wünschen den Hinterbliebenen, Freunden und Verwandten viel Kraft und Mut, diese schwere Zeit durchzustehen.

 

Die Strecke nach Malè war gespickt mit wunderschönen Panoramatrails, die viel zu schade sind für ein Rennen, da man die Aussicht kein bisschen genießen kann. Sobald man den Blick einmal kurz schweifen ließ, lief man Gefahr sich 10 m weiter unten in den Latschen wieder zu finden, wie es Georg Nickel passiert ist. Also hieß es: immer schön konzentriert bleiben. Heute fuhren wir wieder die meiste Zeit auf dem dritten Rang, allerdings waren Natascha und Bettina nie weit entfernt. Auf den letzten 20 km hatten wir wieder Glück, wir erwischten eine richtig schnelle Gruppe. Leider fast ein bisschen zu schnell für mich. Am letzten Anstieg kurz vor Malè platzte ich und musste die anderen fahren lassen. Es war wieder richtig heiß, das merkt man besonders, wenn man die ganze Zeit vorher auf über 1500 m unterwegs war. Mein einziger Trost war, dass ich Danièle endlich einmal schnaufen hörte – sie mag Hitze überhaupt nicht. Die fünf Kilometer bis zum Ziel waren zäh: wir beide fuhren alleine gegen den Wind, das Ziel vor Augen, aber wir kamen nur langsam näher. Zum Schluss ging es noch mal leicht bergauf und wir hatten beide keine Lust mehr. Es zog sich ganz schön. Schließlich kamen wir aber wieder als dritte ins Ziel.

 

Für die vorletzte Etappe hatte ich mir einiges vorgenommen: ich wollte den Abstand auf die Gesamtzweiten, wenn es ging, so gut wie möglich verkürzen. Danièle sah das Ganze, wie immer, sehr viel lockerer und redete mir kurz vor dem Start noch mal gehörig ins Gewissen. Trotzdem fuhr ich den ersten Berg fast maximal rauf und muss wohl ganz schön rumgeschnauft haben, denn ab und zu kassierte ich einen besorgten Blick von meiner Partnerin ;) Aber die Rechnung ging zunächst auf: wir hatten bereits vor dem zweiten Berg fünf Minuten Vorsprung auf Natascha und Bettina. Anna-Sofie und Kristina waren, wie jeden Tag, schon auf und davon. Am zweiten Anstieg nahmen wir ein wenig raus, um Körner für den Rest zu sparen, das Höhenprofil sah jedenfalls gemein aus. Außerdem hatte Lorenza Menapace und Mario Thoma das Ganze als ziemlich unangenehm zu fahren geschildert und so warteten wir die ganze Zeit auf den „Hammer“. Aber plötzlich waren wir schon fast oben und zu allem Überfluss fing es auch noch an, wie aus Eimern zu schütten. Als ich mich oben umblickte, sah ich bereits unsere Verfolgerinnen unter uns. In der Abfahrt mussten wir dann auch noch kurz anhalten und einen Lastwagen vorbei lassen, aber wir konnten unseren zweiten Platz zumindest bis ins Ziel halten. Nur aus meinem Vorhaben wurde leider nichts.

 

Da 10 Minuten auf einer Etappe kaum aufzuholen waren, außer die Konkurrenz hat einen Defekt, wollten wir eigentlich nur noch heile in Riva ankommen. Danièle hasst den ersten und letzten Tag eines Etappenrennens, weil es da meistens ziemlich hektisch zugeht. Schon beim Einfahren kam ich ganz schön aus der Puste, dabei wollte der Puls noch nicht einmal über 140 steigen. Hinzu kam, dass ich nicht mehr wusste, wie ich sitzen sollte. So ganz kampflos wollte ich aber dann doch nicht aufgeben, aber als es dann endlich in den Anstieg ging, konnte ich bei den Zweitplatzierten nicht mehr mitfahren. Es tat schon ganz schön weh. Ein Gutes hatte die Quälerei aber dann doch... irgendwann fiel mir auf, dass mein Hintern gar nicht mehr schmerzte, aber das lag nur daran, dass sich meine Beine noch schlimmer anfühlten ;) Danièle fragte vorsichtshalber noch, ob wir nicht langsamer fahren sollten, daraufhin brachte ich nur ein Kopfschütteln zustande... In der Abfahrt kamen dann Resi und Heidi von hinten und gingen vorbei – endlich lief es bei ihnen wieder besser. Aber wir wollten nichts riskieren und blieben brav hinter den Männern. Kurz hinter Ponte Arche tauchten die beiden wieder vor uns auf und im Anstieg fuhren wir an Heidi vorbei und bissen uns in unserer Gruppe fest. Im Trail gab es dann bergauf einen kleinen Stau und wir reihten und hinten ein. Leider war das Bild in der Abfahrt nicht anders, also hieß es großteils absteigen und schieben. Zum Teil war das aber sogar rutschiger als auf dem Rad. Zum Glück war es dann bis Riva nicht mehr so weit und Danièle und ich versuchten so gut es ging noch Tempo zu machen. Im Ziel freuten wir uns dann wieder einmal über den dritten Platz. Es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn Danièle ab und zu mal auf mich warten musste ;-)

 

An dieser Stelle auch noch einmal ein riesiges Dankeschön an unsere Betreuer Karlheinz, Julian, Stub, Sarah, Michel, Camilla, Mario, Edith und Jogi! Ohne euch wäre das alles so nicht möglich gewesen!!


4.7.10

Gestern ging es nach Pfronten zum Marathon. Auf das Rennen hab ich mich schon die ganze Saison gefreut, da Pfronten einfach eine super Stimmung zu bieten hat. So viele Zuschauer an der Strecke und dann schließlich die Trommler am Schlussanstieg zum Breitenberg, da bekam ich sogar trotz der Hitze eine Gänsehaut! Aber ganz von vorne: Suse und Gitti vom Fi’zi:k-Ti:m kamen am Freitag vorbei und wir fuhren Samstag zusammen nach Pfronten. Wir waren schon fast da, da fiel mir auf, dass ich meine Radhose vergessen hatte: also noch mal kehrt und Vollgas zurück. Noch rechtzeitig zum Start kam ich wieder und versuchte mich noch ein wenig warm zu fahren, obwohl das bei der Hitze fast gar nicht nötig war. 15min vor dem Start fühlte sich mein linkes Pedal komisch an – kaputt! Zum Glück halfen mir die Jungs vom Trekstand mit einem super Kombipedal aus, so konnte ich zumindest fahren. Der Start lief ganz gut und ich fuhr mit Sandra Summerauer vorne, aber ein bisschen hatte ich den Überblick verloren. Der Stress hatte meinen Beinen wohl doch ganz schön zugesetzt, die fühlten sich verdammt schwer an. Wegen der Hitze wollte ich auch auf keinen Fall überziehen, das hätten meine Beine aber wohl auch gar nicht zugelassen ;-) Erst am Breitenberg wurde es besser, dafür fingen unten die ersten Krämpfe an. Irgendwie gingen die wieder weg und ich konnte das Tempo wieder etwas erhöhen, so langsam glaubte ich auch den Zuschauern, dass ich die erste Frau war. Die letzte Abfahrt war aufgrund der Trockenheit extrem rutschig und ich hatte den Sturz von letzter Woche noch im Kopf. Dementsprechend vorsichtig fuhr ich bergab. Im Ziel wurde ich dann tatsächlich als Erste empfangen und freute mich total. Conny Marquardt kam schließlich als Zweite, Sandra Summerauer wurde Dritte.
Suse und Gitti warteten bereits, aber Suse sah genauso lädiert aus wie ich letzte Woche ;-) Die beiden landeten auf der kurzen Distanz auf dem zweiten und vierten Platz, also ein super Wochenende für alle drei.



26.6.10

Am Freitag ging es dann in Richtung Dolomiten, genauer gesagt ins Grödnertal zum Sella Ronda Hero. Wir waren vor ein paar Jahren einmal zum Skifahren in Wolkenstein und als ich gehört hatte, dass dort nun ein MTB-Marathon stattfindet, stand für mich fest, dass ich da teilnehmen würde. Dieses Mal dann auch ausnahmsweise mal Langdistanz und die hatte es mit 82 km und 4200 hm in sich. Das Wetter sollte traumhaft werden, so dass es auch keine Ausrede gab, doch „nur“ die Kurzdistanz zu fahren.

Bei der Startnummernausgabe stellte sich heraus, dass Lizenz nicht gleich Lizenz ist und so wurden alle Fahrer mit einer deutschen Lizenz ans Ende des Feldes gestellt. Zum Glück war die Starterzahl auf 500 limitiert, so dass es sich noch in Grenzen hielt. Aber es war schon ein komisches Gefühl ganz hinten zu stehen. Und ich musste mich ganz schön zusammenreißen, dass ich nicht gleich am Anfang versuchte so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Eigentlich wollte ich auch nur ohne Krämpfe durchkommen, also durfte ich auf keinen Fall überziehen. Am ersten Berg sagte mir ein Zuschauer, dass ich die vierte Frau sei. Das wollte ich ihm gar nicht glauben, da ich doch nur eine überholt hatte. Als mir das dann von Karlheinz bestätigt wurde, war ich ziemlich überrascht. Andrea Tassi nahm die „Kurze“ in Angriff, deswegen lag ich auf der Langdistanz sogar auf dem dritten Rang. In der ersten Abfahrt hab ich mich ziemlich angestellt und bin mehr oder weniger durch die Wiese herunter geeiert, aber je länger es bergab ging, desto besser wurde es. In der zweiten Abfahrt war ich dann wohl etwas zu schnell unterwegs und nahm etwas unsanft eine Bodenprobe im tiefen Schotter ;-) Danach funktionierte die Schaltung leider nicht mehr so ganz und ich musste jedes Mal, wenn es steiler wurde, anhalten um die Kette von Hand vom mittleren auf das kleinste Kettenblatt zu legen. Aber meistens war es eh so steil, dass ich bergauf schieben musste. Dafür waren die Abfahrten umso toller. Die Strecke war so abwechslungsreich, dass es nie langweilig wurde und ich zwischendurch überrascht war, dass ich schon so lange unterwegs war. Nach ca. 40km lag ich plötzlich auf dem zweiten Rang. Die bis dahin Führende, Michela Benzoni, hatte das Rennen vorzeitig beendet. Am Ende kamen ganz langsam die ersten Anzeichen von Krämpfen, so dass ich am letzten Berg etwas rausnehmen musste. Da hab ich dann auf die dann Führende, Anna Ferrari, ganz schön verloren.

Im Ziel hab ich mich dann total gefreut, dass ich das Rennen so gut überstanden habe und sogar aufs Treppchen gefahren bin. Sven Simon sagte mir dann im Ziel, dass ich die Hobbyklasse gewonnen habe, da meine Lizenz nicht anerkannt werde.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie schnell sich meine Beine wieder erholen und wann die Prellungen etwas zurück gehen. Es ist schon komisch, wie wenig man Schmerzen im Rennen wirklich merkt, so richtig wird es einem erst später bewusst. Hoffentlich ist es bis Pfronten wieder besser.



22.6.10

Jetzt ist Willingen schon wieder fast 2 Wochen her und ich hab immer noch nichts von mir hören lassen... Die Mountain Heroes waren, wie bereits beim Bikefestival in Riva, wieder mit einem Stand vertreten und deswegen fuhren Julian und ich schon am Donnerstag ins Sauerland. Der Freitag begann dann mit einem kurzen Schock: der Sturm hatte in der Nacht die Trennwände unseres Zeltes größtenteils an den Boden befördert, aber zumindest stand unser Zelt noch. Noch am Abend war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt beim Marathon starten sollte, so ganz gesund war ich doch noch nicht. Aber jetzt bin ich schon mal so weit gefahren, also konnte ich es ja auch probieren. Zum Glück regnete es nicht und es war für Willinger Verhältnisse auch relativ warm beim Start.
Gleich am ersten Berg konnte ich einige Plätze gut machen und als ich sogar Katrin Schwing überholte, war ich mehr als baff. Aber ich fühlte mich so gut und hatte noch nicht mal das Gefühl total am Limit zu fahren. Als Ines mir dann nach fast 20km sagte, dass ich insgesamt auf dem 5. Rang lag, konnte ich es gar nicht glauben. Auf einem nicht enden wollenden Asphaltstück nach der Verpflegung wurden wir aber dann von einer großen Gruppe aufgefahren, in der auch einige Mädels waren. Naja, und dann ließen meine Kräfte langsam nach und meine lieben Krämpfe machten sich wieder bemerkbar.
So fiel ich dann auf den letzten 10km auf den 9. Gesamtrang zurück. Durch die Krämpfe gab es für mich gar keine Zweifel, die mittlere Runde wäre ich nicht mehr rumgekommen. Also fuhr ich an der Streckenteilung direkt ins Ziel. Und wie in Riva kam ich wieder auf den 5. Platz ;-) Da ich in den letzten 4 Wochen immer wieder krank war und nicht viel trainieren konnte, habe ich mich aber total darüber gefreut, wie gut es am Anfang lief.

Am Sonntag stand dann Ines am Start ihres ersten Endurorennens und gewann es souverän, dabei ist sie die Strecke gerade drei mal abgefahren.

Am Montag ging es dann gleich nach dem Arbeiten weiter nach Belgien, wo Canyon Fotos für den neuen Katalog machen wollte – und ich durfte dabei sein J Bis Donnerstag fuhren wir sämtliche Rennradklassiker rauf und runter und das war mit dieser ungewohnten Übersetzung ganz schön anstrengend. Aber noch gemeiner war, dass Erik (Zabel) dabei noch nicht einmal aus der Puste kam ;)

3.6.10

Oh man! Irgendwie läuft es diese Saison absolut nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe... Gerade als ich dachte, ich könnte endlich mal wieder mehr trainieren, will mein Körper nicht so wie ich.
Endlich war ich mal wieder in Dortmund und konnte da die Wälder unsicher machen :-) Letzten Dienstag hab ich mich dann wohl ein wenig zuviel über das schöne Wetter gefreut und bin gleich mal ne längere Runde in Richtung Volmarstein gefahren. Irgendwann fing dann ein Muskel in der linken Kniekehle bei etwas mehr Druck an zu meckern, ab da bin ich nur noch gemütlich gefahren. Nur leider hab ich mich in den Hagener Wäldern ein bißchen verfranst und bin ein paar Mal im Kreis geeiert. Aber schön war's :-) Als es dann am Donnerstag noch nicht besser war, bin ich vorsichtshalber zum Arzt - mit dem Ergebnis: Sportverbot bis Montag. Damit war das 3-Stunden Rennen in Hagen, zu dem ich mich kurzfristig entschieden hatte, für mich wohl gestorben.
Wieder zurück im Allgäu wollte ich am Dienstag eine kleine Runde radeln und wunderte mich über die Werte, die mein Pulsmesser anzeigte. Die konnten doch absolut nicht stimmen, ich fühlte mich so gut. Am Nachmittag hatte ich dann die Quittung: ziemlich schnell stärker werdende Halsschmerzen. Die sind leider immer noch nicht weg und es fühlt sich eher so an als hätte mich jetzt eine ordentliche Erkältung erwischt. Damit fällt die Mad East Challenge auch ins Wasser, dabei hatte ich mich so darauf gefreut. Nur so macht es einfach keinen Sinn.
Dafür hab ich dann gestern die Betreuung von Steffi bei der Trans Germany übernommen... das war ein ganz schön doofes Gefühl das Rennen von außen mitzuerleben.
Jetzt hoffe ich, dass es wenigstens bis zum Wochenende wieder aufwärts geht, wenn das Wetter endlich besser wird. Drückt mir die Daumen...


17.5.10

Boah – war das kalt! Als Ines und ich am Samstag Nachmittag in Mittenwald eintrudelten, wurden wir schon mit der Nachricht erwartet, dass die Strecke aufgrund der Witterungsbedingungen auf 50km verkürzt würde. Ich hab natürlich gleich mein breitestes Grinsen aufgesetzt, weil viel Lust bei Nieselregen zu fahren, hatte ich nicht. Dass es aber tatsächlich schneien sollte, wollte ich auch nicht richtig glauben, sooo kalt war es schließlich im Allgäu bei unserer Abfahrt auch nicht ;-)

Am Morgen erfuhren wir dann 15min vorm Start, dass die Strecke auf 60km verkürzt wäre und dass die kleine Runde nun zweimal gefahren würde. Die war aber laut Ausschreibung nur 26km lang... keine Ahnung, wie viele Kilometer es jetzt waren, aber auch die Streckenposten wussten nicht allzu viel über die Streckenänderung.

Beim Start stand ich dann leider auf der falschen Seite und musste ziemlich viele Fahrer erstmal passieren lassen und weil der Start bei mir normalerweise ganz gut läuft, bin ich eben dann losgefahren so schnell es ging... das war vielleicht ein Fehler. Alex Wagner versorgte mich im Vorbeifahren noch mit ein paar Streckeninfos und ich versuchte dran zu bleiben – hat nur leider nicht so lang funktioniert. Ich glaube, in den ersten 20 min habe ich ein wenig überzogen. Auf jeden Fall lag ich an zweiter Position, nur leider meistens ziemlich alleine und dann verfiel ich irgendwann in einen etwas langsameren Trott, bis Heidi hinter mir auftauchte. Sie nahm nur die kurze Runde in Angriff und ich beneidete sie richtig. Einige Zeit hängte ich mich dann an sie, wollte aber auch nicht schon wieder überziehen. Außerdem waren die Beine schon richtig kalt und wollten nicht mehr so richtig. Kurz nach der Zieldurchfahrt gesellte sich dann Thomas zu mir und wir kämpften uns mehr oder weniger zusammen über die zweite Runde. Die ging dann sogar schneller rum als erwartet (auch wenn die Anstiege viel länger schienen) da die vielen Streckenposten und die wenigen Zuschauer immer wieder nette Worte fanden und uns kräftig anfeuerten.

Am Ende wurde ich hinter Barbara Kaltenhauser zweite, dritte war Jasmin Erhardt von Sirius Bikes.

Im Ziel konnte ich mir noch nicht einmal selber die Handschuhe ausziehen oder den Helm absetzen, so kalt waren die Finger. Nach einer ziemlich ausgiebigen Dusche fuhr ich zum Start-/Zielbereich zurück und erfuhr von Barbara dass die Siegerehrung schon vor einer halben Stunde über die Bühne ging. Ich weiß nicht genau, wie ich das hätte schaffen sollen und ich war ja noch nicht einmal die Drittplatzierte! Ich dachte, dass zumindest bei einer Meisterschaft die Ergebnislisten zuerst ausgehängt werden und danach erst die Siegerehrung statt findet...

Alles in allem kann ich aber ganz zufrieden sein, ich hatte endlich mal keine Krämpfe und da ich die Tage vorher ein wenig krank war, konnte eigentlich nicht viel mehr rausspringen. Mal sehen, wie es jetzt weiter geht ;-)

4.5.10

Wow! Die letzten Wochen waren ganz schön anstrengend: Arbeiten, Umzug und Training unter einen Hut zu bringen gelang mir nicht immer. Dafür wird es jetzt hoffentlich wieder ein wenig ruhiger. Nach dem Teamtreffen am 23./24.April ging es dann am Mittwoch gleich weiter an den Gardasee, da das Team dort sogar mit einem eigenen Stand vertreten war.  Den galt es aufzubauen und dann die restlichen Tage im Warmen zu genießen. Und dann waren natürlich viele Bekannte dort, die man schon gefühlte Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat.

Am Samstag stand dann der Marathon auf dem Programm und ich nahm die Ronda Piccola ins Visier, da mich die Krämpfe in Münsingen ein wenig verunsichert hatten. Schließlich hab ich gehofft, dass ich die endlich im Griff habe. Morgens stand ich dann etwas unausgeschlafen am Start, da unsere Ferienwohnung plötzlich aus allen Nähten platzte und es dementsprechend laut war. Der Start verlief gar nicht so schlecht und ich war ziemlich baff als ich plötzlich Milena Landtwing und Kristine Noorgard überholte. Es dauerte aber nicht allzu lange und schon waren sie wieder vorbei. Der Anstieg nach San Giovanni wollte absolut kein Ende nehmen, der kam mir letztes Jahr, glaub ich, nicht so lang vor ;-) Unterhalb von Ville del Monte schloss ich auf Anna Baylis-Scheiderbauer auf und von dort an fuhren wir zusammen, aber irgendwie fühlten sich meine Beine schon langsam nicht mehr so gut an. Dafür machte es  dann in den Abfahrten umso mehr Spaß und ich freute mich, dass ich mich doch für das Fully entschieden hatte. Zusammen mit Anna fuhr ich auf Ann-Sophie Noorgard auf, aber kurz darauf hatte Anna einen Kettenklemmer. Zusammen mit Ann-Sophie ging es dann in die Weinberge und dort kamen mit einem Schlag die Krämpfe. Ich musste in den kleinsten Gang schalten und dann damit kämpfen, dass ich in dem Schneckentempo nicht umfalle. Aber absteigen konnte ich auch nicht mehr. Ann-Sophie musste ich fahren lassen und Heidi Scharnreitner kam dann auch noch von hinten angedüst. Es wurde dann zwar irgendwann langsam besser, aber richtig drücken konnte ich auch nicht mehr. So konnte ich am letzten Stich eine Gruppe von Männern nicht mehr halten und fuhr bis Riva alleine. Hinter mir sah ich dann 2 Fahrer näher kommen, aber schneller fahren konnte ich leider auch nicht mehr. Erst einen Kilometer vor dem Ziel holten sie mich ein, erleichtert stellte ich fest, dass es Daniel war und „nur“ ein Mann an seinem Hinterrad hing. So traf ich als Fünfte in Riva ein und war baff, dass Barbara schon da stand. Sie hatte allerdings einen Defekt am Hinterrad und entschied sich daraufhin für die kurze Runde und gewann natürlich ;) Zweite wurde Alexa Hüni vor Ann-Sophie Noorgard und Heidi Scharnreitner.

Am tollsten war aber Suses Erfolg am Freitag. Sie fuhr spontan beim Endurorennen mit und kam sogar aufs Treppchen – zumindest, wenn sie bei der Siegerehrung da gewesen wäre. Da sie Berny und mir nicht glauben wollte, befand sie sich währenddessen auf irgendeinem Trail rund um Riva und versuchte sich an ihr Hardtail zu gewöhnen J


Am Wochenende stand mit Münsingen mein erstes Saisonrennen auf dem Programm und ich war ziemlich gespannt, wo ich wirklich stehe. Einschätzen konnte ich mich vorher gar nicht, aber wirklich fit fühlte ich mich nicht, vor allem weil sich der Husten in den letzten beiden Wochen wieder stärker meldete. Und damit mir die Einschätzung etwas leichter fiel, stand gleich eine ganz schöne Prominenz auf der Startliste: Pia Sundstedt, Katrin Schwing, Birgit Söllner, Anna Baylis-Scheiderbauer, ... na da fällt einem der Einstieg gleich richtig leicht ;-)
Den Start verpasste ich dann auch direkt mal, zumindest erwischte ich wohl die Linie in der am meisten Stopp and Go herrschte. So fand ich mich am Starthang dann ungefähr auf Platz 10 wieder. Und da hatte ich auch schon das Gefühl zu platzen. Ich glaub, das wird jedes Jahr schlimmer ;) Nach 20min dachte ich mir: „In 10 Minuten steigst du aus“, ich hatte auch immer noch Angst, dass sich meine Lunge richtig bemerkbar macht. Aber nach 30min haben meine Beine einfach nicht aufgehört zu treten und dann lief es immer besser. Ich arbeitete mich langsam auf Platz 5 vor, Heidi Scharnreiter, Martina Miessgang und Susanne Litscher konnten zwischendurch aber immer wieder aufschließen und dann fuhren wir zusammen. Aber plötzlich war keine von ihnen mehr da, ich erwischte einen guten Windschatten und mir ging es immer besser – bis nach 1,5 Std. meine Oberschenkel und Waden zu krampfen begannen und schon war Susanne wieder da. Am letzten Berg fuhr sie dann eine Attacke, bei der ich dann leider nicht mehr mitgehen konnte. Ins Ziel kam ich dann als Gesamtsechste, allerdings mit einem gehörigen Rückstand auf die Podestplätze. Trotzdem bin ich relativ zufrieden, da meine Lunge mitgespielt hat und ich dann doch voll durchgefahren bin. Gewonnen hat Pia Sundstedt vor Birgit Söllner und Katrin Schwing – Glückwunsch an die drei! Am Ende stand ich dann sogar doch noch auf dem Podest, ich wurde hinter Susanne zweite in der Altersklasse, den dritten Platz konnte sich Heidi noch sichern.

11.4.10

Uiiii.... Fully fahren ist toooooll!!!! :-D

Letzten Donnerstag ging es los in Richtung Gardasee damit ich endlich mal mein neues Canyon Lux im Gelände fahren konnte. Das Wetter sah zwar für das Wochenende gar nicht so toll aus, aber besser als bei Schneefall im Allgäu rumzugurken war es allemal.

Der Donnerstag war noch ziemlich verregnet und kalt, dafür blinzelte uns Freitag früh schon die Sonne entgegen. Leider mussten wir auch feststellen, dass es über Nacht bis auf ca. 1000m runter geschneit hatte, aber zumindest war es trocken. Das Wetter war dann übers Wochenende, trotz der schlechten Prognosen, relativ gut und ab Montag gab es dann nur noch Sonne satt.

Gleich beim ersten Mal auf dem Bike fühlte ich mich total wohl. Es war, als hätte ich nie etwas anderes gefahren. Natürlich bin ich dann auch im Allgäu schon den einen oder anderen kleinen Trail gefahren, aber so richtig ausgiebig hab ich das Rad dann erst jetzt getestet. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt noch einmal Hardtail fahren möchte, so viel Spaß macht das Lux – vor allem bergauf merkt man die Vorteile extrem. Gerade in etwas holprigeren Passagen rollt man ganz einfach über Wurzeln und Steine drüber, einfach toll!

Am Donnerstag sind Ines und ich dann noch Teile der Ronda Piccola abgefahren und gleich danach ging es dann schon wieder zurück nach Deutschland, schließlich stieg bei Canyon in Koblenz am Wochenende der GranFondo. Canyon besteht jetzt seit 25 Jahren (zunächst unter dem Namen Radsport Arnold) und das wurde im Canyon.Home ordentlich gefeiert. Mit dabei waren Radsportgrößen wie Erik Zabel, Michael Rich, Stefan Herrmann, Tibor Simai, Rob-J... bei der Prominenz kam ich mir ganz schön klein vor ;) Freitag wurde dann im Rahmen der Geburtstagsfeier die Stoppomatstrecke im Aspelbachtal eröffnet und wir durften sie dann gleich mal testen. Da die Biker zuerst starten sollten und die Rennradler am Schluss, hatte ich noch ein kleines bisschen Hoffnung, dass ich das Ziel vor Erik erreichen könnte. Leider Fehlanzeige! Und dann sah das Ganze bei ihm auch noch total entspannt aus. Er hat mir zwar versichert, dass er sich auch angestrengt habe, aber das glaub ich ihm nicht so richtig ;-) Danach gab es dann eine Pressekonferenz mit den Heroes... naja, eigentlich nur mit Erik und Michael – wir Mountain Heroes waren wohl nicht bekannt genug ;-)
Am Abend ging es dann weiter mit einer tollen Präsentation der Firmengeschichte Canyons und ganz vielen leckeren Snacks.

Samstag durften David und ich dann unsere neuen Trikots bei einer kleinen Tour in den Koblenzer Bergen spazieren fahren. Es hat echt Spaß gemacht – David testete auch einmal kurz die Bodenbeschaffenheit, das hat aber zum Glück niemand gesehen. Abends ging es zuerst zum Italiener und danach zum Mexikaner, wo bereits die halbe Canyon-Crew versammelt war.

Zusammengefasst waren es echt schöne Tage am Gardasee und in Koblenz, auch wenn es zwischendurch etwas stressig war mit dem ganzen Aus- und Umpacken. Aber es hat sich gelohnt. Nur mein Husten hat sich leider in den letzten Tagen verstärkt zurück gemeldet. Jetzt hoffe ich nur, dass es kein neuer Infekt ist, schließlich steht am Wochenende mit Münsingen mein erstes Rennen auf dem Programm. Mal sehen, ob ich es bis dahin wieder einigermaßen in den Griff bekomme...


15.2.10

M3, Laktattest und Trainingslager….
Anfang Februar hatten Suse und ich eine Audienz in der Sportschule FFB Puch. Stefan Mittelhammer wollte uns mal anständig durchtesten und so quälte er jeden von uns fast 2 Stunden lang mit den verschiedensten Übungen. Jetzt weiß ich zumindest, dass ich meinen Bauchmuskeln mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Meine Oberarmmuskulatur ist zu allem Übel noch weniger vorhanden ;-) Unsere Körper quittierten die Tortur dann mit einem gehörigen Ganzkörpermuskelkater – 2 Tage lang wurde Suse im Büro ausgelacht und ich konnte meine Arme und Beine nicht richtig strecken! Und dabei dachte ich, dass zumindest meine Beine durch die Desmo schon einiges gewohnt wären. Aber lustig war’s trotzdem. Danke Stefan!!
Und dann stand vor dem Trainingslager auch noch der Laktattest an. Hmm… insgeheim hab ich mir schon ein wenig mehr erhofft, aber die recht lange Zwangspause im Herbst, hab ich wohl doch noch nicht wieder ganz aufgeholt. Zumindest ist eine deutliche Steigerung zum Test im Dezember zu sehen, das ist ja auch was.
Am Samstag ging es dann ab ins Trainingslager: endlich T-Shirt-Wetter und Sonne! Nachdem der Winter in Deutschland ja kein Ende zu nehmen gedenkt, bin ich über ein paar Tage Abwechslung vom Bergtouren- und Langlaufalltag richtig froh. Jetzt genieße ich erstmal 2 Wochen Schönwetter (hoffentlich) auf Gran Canaria.
Am Samstag zeigte sich die Insel von ihrer windigen Seite, aber es war zumindest schön warm. Gestern gab es dann leider einen Tag Dauerregen, hoffentlich war das das einzige Mal. Heute, am Montag, scheint das Wetter wieder etwas besser zu sein, dafür hat meinem Bauch gestern irgendetwas nicht geschmeckt, deswegen werde ich heute das Bett hüten. Morgen geht es dann bestimmt schon wieder aufwärts.
Worüber ich mich aber gerade am meisten freue ist, dass mein Husten immer weniger wird. Da wir im Januar dann endlich die Ursache fanden, konnte ich gezielter dagegen vorgehen. Die Asthmadiagnose des Arztes hat sich also glücklicherweise nicht bewahrheitet. Offensichtlich haben wir in unserer Wohnung versteckten Schimmel, der sich dann in meinen Bronchien und im Blut fest gesetzt hat. Jetzt verzichte ich seit kurz nach Weihnachten (da hab ich es nicht durchhalten können), komplett auf raffinierten Zucker und werde von meiner Heilpraktikerin Gabi Kleybor super unterstützt. Manche Methoden erscheinen einem wirklich ein wenig seltsam, aber welche auch immer für die Besserung verantwortlich ist – sie funktioniert.
Hier im Hotel ist es natürlich sehr schwierig sich komplett zuckerfrei zu ernähren und die ganzen Verlockungen um einen rum, machen es nicht unbedingt einfacher. Aber ich versuche mein Bestes und die Fortschritte helfen mir, das ganze wirklich durchzuziehen.

                      


17.11.09

Hab ich mich in den letzten beiden Updates noch beschwert, dass es nichts neues zu berichten gibt, sind es jetzt gleich 2 Neuigkeiten…

Zuerst möchte ich mich bei Univega und allen anderen Teamsponsoren für die super Unterstützung in den letzten 3 Jahren bedanken. Ich hatte immer Topmaterial, sowohl fürs Training als auch für den Wettkampf. In der ganzen Zeit hatte ich insgesamt 4 Defekte was für die Zuverlässigkeit der Univega-Bikes steht.
Besonders toll waren die Freiheiten die Univega und unser Teamchef Herman Schoens uns gegeben haben. Es gab keinen Leistungsdruck, die Atmosphäre glich eher einer großen Familie. Ganz besonders danke ich Herman Schoens für die Chance, die er mir 2007 gegeben hat und all das Vertrauen, das er in mich setzte.
Es war eine wirklich schöne Zeit, aber ich habe das Gefühl, dass die Zeit gekommen ist eine andere Richtung einzuschlagen und bin gespannt was die Zukunft bringt.

Seit dem Aufruf durch Univega auf der Homepage von bikesportnews ist es wohl keine Überraschung mehr: ich werde in der nächsten Saison für ein neues Team an den Start gehen. Meine Wahl ist auf die Mountain Heroes gefallen. Das Team wird zunächst mit einem MTB-Team starten, allerdings werden andere Bergsportarten nach und nach dazu kommen. Was mir besonders gut gefällt, ist die Philosophie des Teams: soweit möglich werden Sponsoren ausgewählt, die sich in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz engagieren. Ich denke, dies ist die Zukunft und jeder sollte seinen Beitrag für den Erhalt der Umwelt beitragen. Denn schließlich soll unsere Erde auch für kommende Generationen bewohnbar bleiben.


Ende Oktober bekam ich dann auch noch die Zusage von einem weiteren Sponsor – TIMEZONE! Für die Wenigen, denen das nichts sagt, schaut einfach mal hier. Superschöne Klamotten, aber trotzdem bequem und vor allem zu erschwinglichen Preisen.
Im schönen Chiemgau gelegen, mit einer tollen Aussicht auf die Chiemgauer Berge, befindet sich der Firmensitz und den durfte ich auch gleich besuchen. Dabei konnte ich schon mal einige der supernetten Crew kennenlernen.
Sobald das Wetter es mal wieder zulässt und ein wenig Zeit ist, könnt ihr in der Bildergalerie meine neuen Lieblingsstücke begutachten.
Ich freue mich nun zum TIMEZONE-Team zu gehören, auf eine gute Zusammenarbeit und natürlich auf die vielen schönen Outfits :-)


22.10.09

Jetzt ist es leider schon wieder viel zu lange her, dass ich was von mir hab hören lassen. In Wickede hab ich mir wohl schon wieder n Infekt eingefangen und der hält sich bis heute hartnäckig. So machte es auch keinen Sinn in Oberammergau oder Oberstdorf zu starten, aber ich hatte zumindest gehofft, dass ich endlich mal in Missen beim Pfarralpkönig teilnehmen kann. Nachdem ich letztes Jahr schon krank war, wollte ich das „Allgäuer Saisonabschlussrennen“ auf gar keinen Fall verpassen. Aber leider hat bisher weder Antibiotikum noch Kortisonspritzen wirklich zur Besserung beigetragen. So langsam fällt mir schon die Decke auf den Kopf, da ich seit Anfang Oktober absolut keinen Sport mehr gemacht hab und davor auch nur noch sporadisch, wenn ich es gar nicht mehr aushielt bei dem schönen Wetter. So hab ich im September zumindest noch einige schöne Touren in den Allgäuer Bergen machen können, aber ohne Rad. Leider haben der Schnee und der Husten meine Pläne etwas durchkreuzt: Bieberkopf, Mädelegabel, Hohes Licht und Hochvogel müssen jetzt wohl noch bis zum nächsten Jahr auf mich warten. Dafür gab es ne Massenwanderung auf den Widderstein – Wahnsinn, was sich da für Leute rauf kämpfen. Aber zum Glück ist nicht jeder Berg so begehrt.
Durch den Wintereinbruch, hab ich dann am Montag versucht meinen ersten Schneemann in dieser Saison zu bauen. Zum Glück hatte ich keinen Fotoapparat dabei, der Versuch war leider nicht so sehenswert. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem.
Ansonsten gibt leider nicht mehr viel zu erzählen, deswegen drückt mir bitte ganz fest die Daumen, dass ich meinen Husten endlich in den Griff bekomme!


30.8.09 Xtaxy-Wildpark-Vosswinkel-Marathon

Puh! Jetzt hab ich schon lange nichts mehr geschrieben... Aber es ist seit der Transalp auch gar nicht so viel Spannendes passiert. Danach lag ich erst mal 2 Wochen flach mit grippalem Infekt und dann auch noch dem Noro-Virus. Und als ich langsam wieder anfing, merkte ich, dass meine Sehnenentzündung im Knie auch noch nicht ganz auskuriert ist. Aber es wurde langsam immer besser, so lange ich keine unkontrollierten Antritte machte.
Suse kam dann am letzten Wochenende für ein paar Touren ins Allgäu, aber leider bringt sie auch immer schlechtes Wetter mit und so hatten wir den ganzen Samstag zum Quatschen. Haben uns ja auch schon lange nicht mehr gesehen ;-)
Dieses Wochenende hat dann mein Papa seinen 66. Geburtstag gefeiert und weil man so was ja nicht verpassen darf, fuhr ich mit Karlheinz am Donnerstag Abend nach Dortmund, Vollpension bei Mama hat auch so seine Vorzüge ;)
Und weil wir ja eh schon so weit im Norden waren, beschloss ich am Sonntag in Wickede (Ruhr) beim 1. Xtasy-Wildwald-Vosswinkel-Marathon zu starten. Leider wurde die Langdistanz gestrichen, da es zu wenig Teilnehmer gab. Jetzt wollte ich es doch endlich auch mal auf der Langdistanz versuchen. Also blieb die mittlere Distanz, bei der eine ca. 30km lange Runde zweimal gefahren werden musste.
Die erste Stunde fuhr ich zusammen mit Sandra, wir wechselten uns in der Führung ab, wenn wir den Anschluss an unsere Männergruppe verloren, bis wir wieder da waren. Irgendwann musste ich aber ein bisschen rausnehmen, mir war die ersten 30min regelrecht schlecht von der mittlerweile ungewohnten Belastung (die TAC ist ja mittlerweile schon über 4 Wochen her). Dann fuhr Sandra einen Platten und ich fuhr so ziemlich alleine weiter. In der zweiten Runde fuhr ich endlich auf einen Mann auf, dem ich dann etwas Windschatten spendieren konnte. Aber wenigstens war ich nicht mehr alleine... allerdings ereilte mich dann ziemlich bald das gleiche Schicksal wie Sandra und ich hoffte inständig, dass ich den Mantel ohne Reifenheber von der Felge bekommen würde. Und es klappte! :-) Ich rechnete eigentlich damit, dass nun Sandra wieder von hinten vorbei rauscht, aber da kam eh fast niemand. Also machte ich mich wieder alleine auf den Weg und konnte meine Führung bis ins Ziel retten. Leider hat sich mein Knie auch wieder vehement bemerkbar gemacht, jetzt muss ich mal schauen, ob ich das in den nächsten 2 Wochen bis Oberammergau wieder in den Griff bekomme. Ich hoffe mal ganz arg...

Transalp Challenge

Die erste Transalp sollte zunächst unter keinem guten Stern stehen. Suse wurde am Donnerstag auf dem Weg zur Arbeit von einem anderen Radfahrer über den Haufen gefahren, die Folgen waren eine ordentliche Gehirnerschütterung und eine Platzwunde, die mit 4 Stichen genäht werden musste. Ob sie am Samstag schon wieder einen Helm aufsetzen konnte und dann auch noch ein Rennen fahren, war fraglich. Und ich war ab Sonntagabend durch eine Magen-Darm-Infektion außer Gefecht gesetzt.

1. Etappe: Mittenwald – Reith im Alpbachtal
Jetzt saßen wir Samstagmorgen im Camper und wollten die erste Etappe ganz ruhig angehen, da Suses Kopf immer noch nicht wieder ganz in Ordnung war. Außerdem schneite es weiter oben und es war richtig kalt, raus wollte von uns beiden keiner und wir hofften inständig, dass sich das Wetter noch weiter verschlechterte, damit das Rennen vielleicht doch abgesagt wurde. Und irgendwer hatte ein Einsehen!  Es schneite am Karwendelhaus so stark, dass dort am Abend über 60 cm Neuschnee lagen und das wäre noch nicht einmal der höchste Punkt der Etappe gewesen.
Der Start der diesjährigen TAC wurde also auf den zweiten Tag verschoben – was für ein Glück! Wir packten alles zusammen und rollten mit dem ganzen Tross Richtung Reith. Dort schlugen wir uns dann die Zeit mit Cappuccino trinken, Kuchen essen, Pastaparty und der erfolglosen Suche nach einem Regenschirm um die Ohren. Beim Briefing wurde dann die geänderte Streckenführung des nächsten Tages bekannt gegeben.
Leider gab es auch ein paar Stimmen, die die Absage nicht verstanden. Ich muss sagen, ich wäre auch ohne unsere Umstände froh gewesen, schließlich geht die Sicherheit und Gesundheit ALLER Teilnehmer vor. Und es gibt eben auch welche, die für so eine Etappe einige Stunden mehr benötigen und keinen Rundumservice haben. Das ist kein Rennen der Welt wert, dass man die eigene Gesundheit aufs Spiel setzt.

2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Mayrhofen
Aufgrund der Schneefälle wurde das Geiseljoch aus der Etappe gestrichen… das Rennen begann mir mehr und mehr Spaß zu machen, schließlich waren die mittleren Distanzen meine Favoriten ;-)
Der Start war erst einmal ziemlich hektisch, keiner wollte in dem Gedränge seinen Partner verlieren, immer hörte man verzweifelte Rufe. Und ich war immer ziemlich verblüfft, dass Suse sich stets an meinem Hinterrad befand – ich frag mich bis heute noch wie sie das immer angestellt hat. Die Mädels von Rothaus-Cube und Fiat-Rotwild haben wir im Getümmel gar nicht gesehen, die waren schnell auf und davon. Suse und ich arbeiteten uns Position um Position nach vorne, bis wir nach meinen Berechnungen das dritte Damenteam sein mussten. Leider fiel uns am ersten Anstieg schon auf, dass das Zwillingscraft-Team mal wieder mit Begleitfahrern unterwegs war, die die Mädels während des Rennens verpflegten, ihnen Windschatten gaben und Hilfe bei Pannen leisteten. Da es nach der Abfahrt vom Loassattel bis zum Ziel noch ca. 10 km flach war, rechneten wir jederzeit damit, dass der hellblaue Tross und noch einholte. Aber irgendwie schafften wir es bis zum Ziel, obwohl wir erst für die letzten 2 km eine Gruppe erwischten, bei der wir mitfahren konnten. Wahnsinn! Wir konnten es kaum glauben… die erste Etappe und wir standen auf dem Podium, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Jetzt fing für uns der Urlaub an: wir hatten schon am ersten Tag das erreicht, von dem wir gar nicht zu träumen gewagt hatten.
Gewonnen haben die Favoritinnen Milena Landtwing und Kristin Noorgard vor Daniele Troesch und Kerstin Brachtendorf. 

        

3. Etappe: Mayrhofen – Brixen
Eigentlich gab es auf der Etappe nur einen Anstieg, dieser erstreckte sich jedoch auf über 32 km, wobei für die letzten Kilometer schieben und tragen angesagt waren. Wir erwischten leider keinen so guten Start und verpassten somit den Anschluss an die Zwillingscraft-Truppe. Obwohl es fast immer leicht bergauf ging, erwies sich eine funktionierende Gruppe als extrem hilfreich, da es nie wirklich steil war und zwischendurch auftauchende flachere Passagen gute Möglichkeiten gaben Windschatten zu fahren. Als es dann endlich so steil wurde, dass Windschatten nichts mehr brachte, ging es in einen Trail, der so schmal war, dass ein Überholen viel zu kraftraubend war. Also mussten wir uns dem Tempo der vor uns fahrenden Teams anpassen und verloren so wieder einige Minuten. Bis zum Pfitscherjoch lagen wir an fünfter Position und in der Abfahrt sahen wir plötzlich die Vaude-Mädels am Rand stehen, die verzweifelt versuchten einen Platten zu flicken.
Unten erwischten wir dann eine recht große Gruppe, in der aber niemand wirklich Tempo machen wollte. Also wechselten wir uns mit einem Holländer und dem Mixedteam Schwarzbarth Velos mit der Führungsarbeit ab, während sich die anderen 5 Teams hinten ausruhten. Im Ziel hatten wir auf dieser Etappe dann 11 min Rückstand auf die Gewinnerinnen Milena und Kristina. Das Zwillingscraft-Team wurde von den beiden im Zielsprint auf den zweiten Platz verwiesen, was Begleitfahrer nicht so ausmachen. Dritte wurden Kerstin und Daniele.
Steffi und Martin vom Team Sebamed fuhren heute aufs Podium. Wir freuten uns mit den beiden und wollten uns natürlich die Siegerehrung anschauen. Wir waren gerade in ein Gespräch mit einem Südafrikaner vertieft, als Steffi meinte, dass wir gerade aufgerufen worden wären. Wir beide waren ziemlich verwirrt, schließlich waren wir doch als vierte ins Ziel gekommen. Aber Sven, der Sprecher, nannte noch einmal unsere Namen und wir liefen vor in Richtung Podest. Oben erfuhren wir dann, dass Zwillingscraft eine Zeitstrafe von 60 min bekommen hatte, da Peggy Klose scheinbar absichtlich ein leeres Gel weggeworfen hatte. Also standen wir zum zweiten Mal auf dem Podest, auch wenn es dieses Mal nicht ganz unser Verdienst war. 

                               

4. Etappe: Brixen – St. Christina
Jetzt stand die erste „richtige“ Etappe an: 84 km und 3665 hm – so viel bin ich bisher noch nicht einmal im Training gefahren. Es war morgens schon ziemlich heiß und wir ließen es erstmal vorsichtig angehen. Trotzdem fuhren wir bereits am ersten Anstieg auf dem dritten Rang. Claudia Till gesellte sich manchmal zu uns, musste dann an den Kontrollstationen aber immer wieder auf ihre Teamkollegin warten. Wir wurden von den Fahrern um uns herum, von Zuschauern, Betreuern und anderen Bikern immer wieder angefeuert und motiviert und konnten den Abstand bis zum dritten Berg etwas ausbauen. Der Anstieg zum Grödnerjoch stellte sich jedoch als flacher heraus als er im Höhenprofil eingezeichnet war – es ging die ersten 15 km nur ganz leicht bergauf, so dass man einen guten Windschatten brauchte um schnell vorwärts zu kommen. Wir erwischten leider keine Gruppe, fuhren stattdessen immer wieder zu anderen Männern auf, die sich dann an uns hingen, aber selber schon zu k.o. waren um auch einmal nach vorne zu gehen. So musste Suse die meiste Führungsarbeit leisten, da ich auch schon ganz schön platt war. Als es dann nach einem steilen Trailanstieg auf die letzten 5 km Anstieg auf der Straße ging, sahen wir Peggy Klose schon von hinten heran kommen. Kurz vor dem höchsten Punkt zog sie dann vorbei, wir beide entschieden uns jedoch in der Abfahrt nicht zu viel zu riskieren und lieber heil ins Ziel zu kommen. So rollten wir in St. Christina wieder als Vierte über die Ziellinie und ich muss zugeben, ich war fix und fertig. Wenn Suse nicht in der Ebene so gut gekämpft hätte, dann wäre der Rückstand noch wesentlich größer ausgefallen. Gewonnen haben wieder einmal die Cube-Mädels vor Fiat-Rotwild.

Steffi und Martin fuhren wieder ein sehr starkes Rennen und landeten erneut auf dem dritten Rang. Die beiden hatten auch absolut nicht damit gerechnet, dass es so gut laufen könnte. Eine echt starke Leistung!
Kaum waren wir im Ziel, bekam Suse schon wieder die mittlerweile obligatorischen Glückwunsch-SMS, mein Telefon hatte sich bereits am zweiten Tag entschlossen zu streiken.
Als wir dann von der Pastaparty zurück kamen, staunten wir nicht schlecht… jemand hatte uns an unserem Camper den Reifen aufgeschlitzt. Da wir keinen Ersatzreifen dabei hatten und das Pannenset für so eine Lochgröße nicht ausreichend war, konnten wir am Abend aber nichts mehr unternehmen.

5. Etappe: St. Christina – Sarnthein
Karlheinz fiel also erst einmal als Betreuer aus, da er auf einen neuen Reifen warten musste. Aber durch die Spitzenbetreuung von Gerhard Döhl, Karl-Heinz Titus und Fabian Lienert fehlte es uns an nichts, außer mir vielleicht etwas moralische Unterstützung ;-)
Der Start war wieder einmal super, Suse war immer direkt hinter mir und wir konnten uns kurz hinter Kerstin und Daniele an der dritten Position festbeißen. Aber noch vor Erreichen der Seiser Alm machte sich mein linkes Knie ziemlich schmerzhaft bemerkbar. Ich schickte Suse vor, in der Hoffnung, dass es an der Verpflegung zumindest Tape gab, damit ich die Schmerzen dadurch etwas lindern konnte. Und dann zogen Peggy Klose und Claudia an uns vorbei. Leider blieb Suses Suche ohne Erfolg und in meiner Verzweiflung hielt ich auf der Straße einfach irgendein Auto an. Es war die Betreuerin von Fiat-Rotwild und glücklicherweise war sie bestens ausgestattet, so dass ich mich notdürftig verarzten und wir den Rest der Etappe in Angriff nehmen konnten. Allerdings wartete noch der längste Anstieg der Transalp-Geschichte mit 1700 hm am Stück auf uns. In Waidbruck stand Karl-Heinz mit frischen Getränken und in Barbian war sogar auch noch Fabian da. Er hatte an diesem Tag offensichtlich seine Verpflegungstaktik extra für uns geändert, da er sonst seine übrigen Schäfchen nicht ausreichend versorgen konnte, wenn er auch noch auf uns wartete. Danach ging es mir immer besser und die Knieschmerzen ließen langsam nach. Ich versuchte viel im Stehen zu fahren, da es dann erträglicher wurde, was Suse jedes Mal mit einem Stöhnen quittierte, da das Tempo dann kurzfristig höher wurde. Aber irgendwann war auch dieser Anstieg zu Ende, dafür hatte es die Abfahrt in sich. Trails, die sich ewig am Hang entlang zogen, mal bergauf, mal bergab, aber immer wieder wurzeldurchsetzt, zogen in dem Maß an meinen Nerven in dem Suse immer motivierter wurde. Ich hatte ganz schön Mühe ihr zu folgen. Erste wurde Rothaus-Cube, vor Zwillingscraft und Fiat-Rotwild.
Im Ziel begab ich mich dann gleich in die Hände des Physioteams von Jeantex, das mich super behandelte, was allerdings auch nicht ganz schmerzfrei war. Schließlich wurde meine Kniekehle mit einem Kinesiotape verziert und ich gehörte von nun an zu denen, die am Ende nicht nur Streifen vom Trikot und der Hose davon trugen ;-) Immerhin war mein Tape schön pink!
Martin und Steffi fühlten sich langsam auf dem dritten Platz auf dem Podest ganz schön heimisch. Da Karlheinz aber erst am nächsten Tag wieder zur Verfügung stand, konnten wir die Siegerehrung nicht live verfolgen. Wir verdrückten aber stattdessen in der Pension einen riesigen Berg Nudeln, mit leckerer Apfelschorle und bekamen aufmunternde Worte von Hans Grasegger und dem Betreuer von Alban Lakata. Leider haben wir den Namen nie erfahren.
Auf jeden Fall möchten wir uns hier noch einmal für den Taschentransportservice nach Kaltern und die anfeuernden Worte während der nächsten Etappen bedanken.

6. Etappe: Sarnthein – Kaltern
Es hätte unsere Etappe werden können… Suse heftete sich an die Fersen der Zwillingscraft-Truppe und ich versuchte ihr mit ca. 100 m Abstand zu folgen. Ich holte sie aber erst in der Wiesenabfahrt wieder ein. Und von da an lief es super: der Trail nach Nals war spitzenklasse und Suse fuhr eine super Linie bergab, der ich einfach nur folgen brauchte. Bald hatten wir Claudia eingeholt und nach weiteren Downhillmetern tauchte Peggy vor uns auf. Eiskalt zog Suse vorbei und die Hellblauen staunten nicht schlecht. Bis zum nächsten Anstieg machten wir noch mal einiges gut, jedoch fuhr Peggys Gruppe in der Ebene wieder zu uns vor, so dass wir zusammen in den nächsten Anstieg gingen. Claudia ging es an diesem Tag nicht so gut, bis zur Kontrollstation gelang es ihr nicht, die Lücke wieder zu schließen. So musste Peggy dort auf sie warten und wir zogen von dannen. Immer wieder feuerten uns Mitfahrer an, da wir zwischenzeitlich nur noch 1 min hinter Milena und Kristin lagen. Die wurden aber auch durch einen Kettenriss aufgehalten. Im darauffolgenden Trail und der Schiebepassage machten wir noch mehr Zeit gut, bis ich in einer Schotterabfahrt ein paar riesige Brocken erwischte und es mir die Luft aus dem Hinterrad drückte – platt! So ein Mist! Jetzt, wo es so gut lief. Und dann wollte der Mantel nicht von der Felge. Es dauerte ewig, bis wir es endlich hin bekamen. In der Zeit rollte der hellblaue Express seelenruhig an uns vorbei. Als der Defekt endlich behoben war (Danke Thorsten!!) kullerte ich in einem Trail auch noch den Abhang herunter, weil ich in der Hektik keine Zeit verlieren wollte. Martin half mir wieder auf die Strecke, die beiden hatten heute auch nicht gerade ihren besten Tag. Steffi hatte einen üblen Sturz und dann auch noch 2 Platten.
Bis zum Ziel konnten wir unseren dritten Rang aber noch verteidigen. Daniele ging es leider gar nicht gut, so dass die Rotwild-Mädels nur vierte wurden.

7. Etappe: Kaltern – Andalo
Suse bereitete mir am Morgen schon ein wenig Sorgen, da sie nicht mehr als eine kleine Scheibe Brot hinunter würgen konnte. Es ging auch kein Gel, Riegel oder was anderes rein, einzig eine Banane zwang sie kurz vor dem Start noch runter. Mir ging es dafür komischerweise umso besser. Als Suse von einem ziemlich rücksichtslosen Grand Masters Fahrer vom Rad gefahren wurde, verloren wir den Anschluss an die anderen Teams. Ich hörte hinter mir nur lauten Krach und als ich mich umsah, saß Suse wie ein Häufchen Elend auf der Straße. Zum Glück ist außer einer riesigen Prellung nichts passiert, aber das war mehr als unnötig. Vor allem, weil uns derselbe Fahrer in einer weiteren Abfahrt wieder sehr riskant überholte, um dann weiter unten abzusteigen und wieder auf seinen Partner zu warten. So ein Verhalten kann ich wirklich nicht verstehen.
Das Graunerjoch bewältigten wir dann ganz gut, erwischten aber natürlich wieder keine Gruppe, die uns in der Ebene hilfreich gewesen wäre. Also übernahm ich die Führungsarbeit und Suse konnte zwischendurch Bananen essen. Ab und zu sah ich auch wie sie wieder ein Gel zu sich nahm und war ganz schön erleichtert. Kurz vor dem letzten Anstieg nach Andalo stürzte Anita Steiner schwer. Sie saß noch immer an der Stelle als wir vorbei kamen. Wenn man so etwas sieht, dann läuft es einem wirklich kalt den Rücken runter. Liebe Anita gute Besserung von uns beiden!
Der Schlussanstieg hatte es noch mal in sich und besonders die Schiebepassage machte mich fertig. Im Ziel hatten wir dann nur noch 17 min Vorsprung in der Gesamtwertung auf das Team Zwillingscraft, das könnte knapp werden.
Gewonnen hat wieder Rothaus-Cube, vor Zwillingscraft und Fiat-Rotwild.

Im Ziel wartete Steffi schon auf uns, was an sich nichts Ungewöhnliches war. Allerdings war Martin noch auf der Strecke. Steffi ging es am ersten Berg sehr schlecht, so dass sie sich dazu entschließen musste, das Rennen vorzeitig zu beenden. Sie fuhr mit Martin zurück zum Start und erwischte noch eine Mitfahrgelegenheit nach Andalo. Martin rollte indes das Feld von hinten auf und legte immer wieder ausgiebige Zwischenstops an den Verpflegungen ein.

8. Etappe: Andalo – Riva de Garda
Beim Warmfahren fühlte ich mich etwas krank und ich machte mir ernsthaft Sorgen, ob ich Suse hinterher kommen würde. Der Startschuss fiel und am ersten Anstieg merkte ich meine Oberschenkel noch ziemlich. Trotzdem versuchte ich an den Cube-Mädels dran zu bleiben, was mir auch ziemlich gut gelang. In meiner Euphorie vergaß ich allerdings Suse ein bisschen und stellte in der Abfahrt fest, dass sie keinen so guten Start erwischt hatte. Als sie wieder bei mir war, machten wir uns gemeinsam an den letzten Anstieg nach San Giovanni, ich fühlte mich kurioserweise super und Suse hatte ganz schön Mühe dran zu bleiben… bis es im Trail bergauf ging. Da rutschte ich auf einer großen Steinplatte aus, landete ziemlich hart auf meinem Knie und rutschte die komplette Steinplatte wieder runter. Es dauerte eine Weile bis ich meinen Tritt wieder fand und nach einer doch etwas längeren Schiebepassage kamen wir oben an und genossen die Aussicht und fanden, dass der Gardasee gar nicht mehr so weit weg war. Der nun folgende Trail war durch den Regen der vergangenen Nacht ziemlich rutschig geworden, so dass wir lieber kein Risiko eingehen wollten und den größten Teil bergab rannten. Das war durch die nassen Steine aber auch nicht ganz ungefährlich. Unten angekommen bemerkten wir, dass wir Kerstin und Daniele abgehängt hatten, erst waren sie noch kurz hinter uns. Allerdings hatten sie einen Speichenbruch, wie sich später herausstellte. Endlich hatten wir mal Glück: die Jungs von Mooove nahmen uns in ihren Windschatten und so kamen wir Riva ziemlich schnell näher - bis Suse bei Dro einen Platten hatte. Erst waren wir ein bisschen hektisch, weil wir nicht wussten, wie groß unser Vorsprung war. Unser Plan war nun: ganz schnell nen neuen Schlauch rein und die nächste Gruppe erwischen. Der erste Teil funktionierte dann auch ganz gut, nur eine Gruppe kam nicht mehr. Es kam überhaupt niemand. Also fuhren wir bis 2 km vor Riva alleine, immer mit dem Gedanken, dass wir auch heute wieder unseren zweiten Platz verlieren würden. Aber als wir dann ins Zielgelände einbogen, konnten wir es kaum glauben: wir hatten es geschafft! Wir waren wirklich Zweite dieser Etappe geworden! Wahnsinnig viele Menschen standen am Rand und jubelten; wir konnten noch nicht einmal vom Rad absteigen, schon fielen uns die Ersten um den Hals und beglückwünschten uns. Es war echt ein tolles Gefühl!
Wir sind in Reith an den Start gegangen und wollten einfach eine schöne Woche haben, die Aussicht genießen und heile ankommen. Und dann standen wir so oft auf dem Treppchen und wurden Gesamtdritte, das hätten wir wirklich nicht gedacht! 

                  
               
Und weil das ohne die Unterstützung von so vielen Leuten gar nicht möglich gewesen wäre, möchten wir uns hier noch mal bei allen bedanken:
Unseren Betreuern Karlheinz Buhl, Gerhardt Döhl und Karl-Heinz Titus, ohne die wir auf der Strecke sicherlich verdurstet wären,
den Jungs vom Scott-Stand, bei denen wir unsere Räder abgeben durften und sie blitzeblank und topgewartet wieder bekommen haben,
Fabian, der uns in Sarnthein stundenlang auf der Suche nach einem Quartier durch die Gegend kutschiert hat und der uns auch sonst sehr unterstützt hat,
alle Jungs und Mädels auf der Strecke, die uns immer wieder angefeuert und unterstützt haben, es hat echt Spaß gemacht mit euch zu fahren (auch wenn ihr meistens schneller wart) ;-)
und ein ganz großes Dankeschön geht natürlich an Rainer, der uns diesen Startplatz überhaupt ermöglicht hat, ohne dich wäre die Transalp-Challenge wohl immer noch ein großer Traum von mir geblieben :-)




JIPPIEE!!! Wir fahren die Transalp-Challenge!! Wir, das sind die Suse (Susann Oehring) und ich. Das Ganze kam ziemlich überraschend, in Pfronten fragte Susann, ob ich nicht Lust hätte mit ihr zusammen zu fahren. Ich schob lieber erstmal Sonja vor, da sie bei so was ja schon viel mehr Erfahrung hat als ich. Allerdings muss Sonja am 18.7. noch auf eine Hochzeit, bei der sie nicht absagen konnte. Letzten Dienstag stand es dann fest: Suse und ich sind ein Team… und ich muss sagen, ich bin ganz schön aufgeregt… aber zumindest geht es Suse auch nicht viel besser ;-) Bin mal gespannt, was da auf mich zukommt. Bisher bin ich ja noch nie bei einem Etappenrennen gestartet und dann gleich die Premiere bei DEM Klassiker.
Drückt mir bitte alle die Daumen, dass alles gut geht. Ich versuche während des Rennens mal einen kurzen Zwischenbericht zu geben, aber ich weiß noch nicht, wie gut das mit der Internetverbindung bei uns klappt.
Auf jeden Fall sind die Vorbereitungen doch ganz schön stressig, hoffentlich vergess ich nichts. Ich bin mal gespannt was da auf mich zukommt…
Falls jemand von euch in den Etappenorten Mayrhofen, Sarnthein, Kaltern oder Andalo noch eine günstige Unterkunft weiß, die auch noch zufällig frei ist, dann bitte bei mir melden. Ich bin für alles dankbar!


6./7.7. Fotoshooting Großräschen

Gleich am Montag ging es für uns beide dann weiter zum Fotoshooting in Großräschen. Für alle, die nicht wissen, wo das liegt: Großräschen ist ein kleiner Ort in der Lausitz, bekannt für seinen Braunkohleabbau, ca. 100 km südlich von Berlin. Und genau wegen des Tagebaus wählte unser Fotograf, Dan Zoubek, die Location aus. In der Region werden mittlerweile viele der ehemaligen Industrielandschaften renaturiert und so lange geflutet, bis große Seen entstehen. Alles in allem eine ganz schöne Gegend, nur leider ohne Berge :-(
Nach den Fotos waren meine ehemals neuen, weißen Schuhe leider nicht mehr weiß, der schwarze Staub hat sich in jede Pore gesetzt. Das weiße Trikot war leider auch nicht allzu lange reinweiß… tschuldigung, aber der Matsch neben der riesigen Pfütze war zu verlockend. Aber lustig war es, immer schön zu lächeln und zu posieren. Nur manchmal gestaltete sich die Umsetzung der Anweisungen von Dan aufgrund des tiefen, sandigen Untergrundes etwas schwierig. Mal sehen, ob trotzdem ein paar gute Bilder dabei sind. Das Ergebnis könnt ihr dann auf der Eurobike im neuen Univegakatalog sehen. Also alle vorbei kommen und einen abstauben ;-)


4./5.7. 24h-Rennen in Steindorf 


                            

Letztes Wochenende stand danndas legendäre 24h-Rennen in Steindorf auf dem Programmplan. Dort ging ich mit Sonja als 2er-Damenteam an den Start. Leider trat das zweite gemeldete Damenteam nicht an, so dass wir schon zu Beginn als Sieger fest standen. Aber da Sonja bei so was trotzdem immer sehr motiviert ist, gingen wir das Ganze nicht unbedingt im Bummeltempo an. Das merkte ich dann auch schon am Samstag um 17Uhr und fragte mich, wie ich das alles durchstehen sollte. Aber mit einer super Lampe von Supernova (danke nochmal Michael) ging die Nacht rum. Nach einem zweiten Motivationstief zwischen 7 und 10 Uhr gingen wir um 12:40 Uhr auf eine gemeinsame letzte Runde, in der wir vor lauter Quatschen vielen schnelleren Teams, die meinten, dass sie in der letzten Runde noch 10 min gut machen könnten, fast den Weg versperrten ;-)
Das Highlight der Strecke war ein kleiner Sprung nach der Wechselzone, der eine schnellere Möglichkeit einen Graben zu überqueren darstellte, als der Chickenway. Da ich Sprünge generell nicht mag, wollte ich den eigentlich gar nicht fahren, aber Univega wollte unbedingt Fotos von diesem Sprung, also musste ich doch drüber und es war gar nicht schlimm! Ein Gutes hatte das Rennen dann ja doch: meine Angst vor Sprüngen ist jetzt hoffentlich nicht mehr ganz so groß :-)
Ein Tipp für alle, die sich eine richtig gute Radbeleuchtung zulegen möchten: die Lampen von Supernova sollte ihr auf jeden Fall einmal testen. Mir taten eigentlich alle leid, bei denen ich mich nachts in den Windschatten gehängt habe... sie hatten oft nur noch einen riesengroßen Schatten vor sich, den meine Lampe verursacht hat. Tschuldigung an alle!

              

Leider gab es in der Nacht einen schweren Sturz. Um den Verletzten versorgen zu können, musste sogar das Rennen für einige Zeit gestoppt werden. An dieser Stelle wünsche ich dem Verunglückten eine gute Besserung! Hoffentlich konnten sie dein Sprunggelenk wieder so zusammenflicken, dass du später keine Beeinträchtigungen davon trägst. Alles Gute!


27.6.09 Ruhrbikefestival Wetter

Das war ganz schön heiß! Gefühlte 40°C und der Start war für 11 Uhr angesetzt, da kam man schon im Startblock ganz schön ins Schwitzen. Beim Startschuss kam ich sofort super ins Pedal und war selber erschrocken, wie schnell ich vorne war. Vielleicht sollten meine Rennen nur noch 400 m gehen ;-) Aber es dauerte nicht lange, da kam Sandra Gockert schon von hinten und brachte Natascha Binder gleich mit. Als die Neutralisation endlich aufgehoben wurde, waren die beiden kurz vor mir. Sandra startete dann gleich durch und schon an der ersten Staustelle war sie außer Sichtweite. Natascha kam einige Meter vor mir im Stau an und machte dadurch ein paar Plätze gut. Nach einer, durch den Stau bedingten, kurzen Schiebepassage lag sie ca. 200 m vor mir. Der Abstand wurde jedoch ganz langsam immer geringer und schon war ich bei ihr. Nachdem wir einige Zeit zusammen fuhren, ging ich vor ihr in einen Anstieg. Als ich mich oben umsah, lag sie etwas zurück und ich versuchte mich an die Gruppe von Männern vor mir zu hängen, was mir auch ganz gut gelang.
Die Strecke machte richtig Spaß. Die Anstiege waren ganz schön bissig und ich bekam jedes Mal einen Schock, wenn ich auf meinen Pulsmesser schaute: 200 Schläge/min und mehr! Und das sogar noch nach 1,5 Stunden Fahrzeit! Ein Grund war wahrscheinlich die Hitze, aber auf der Strecke konnte man auch gar nicht langsam fahren: so viele tolle Trails, teilweise ganz schön verwinkelt, so dass man immer wieder antreten musste. Ich war zwischendurch sogar froh, wenn wir mal auf Asphalt fahren durften, da konnte man zumindest mal kurz die Beine hängen lassen.
Nach 30 km kamen die ersten Zweifel, wie ich das noch weitere 20 km aushalten sollte, aber irgendwie ging es. Allerdings mit ein paar kleinen Hängern zwischendurch. In Wetter ging es dann kurz eine Metalltreppe hinauf und ich rutschte prompt auf der letzten Stufe aus, wurde aber von Tom, der mich vorbei gelassen hatte, aufgefangen. Danke dir! :-)
Karlheinz stand unten am Anstieg zum Harkortberg und meinte, dass es nur noch 4 km bis zum Ziel wären. Da ich schon ziemlich groggy war, wollte ich lieber ihm als meinem Tacho glauben. Pech gehabt. Nach 1,5 km kam dann ein Schild: Ziel 5 km! Das zerrte ganz schön an meiner Motivation. Dann dauerte es noch ewig, immer wieder runter, wenn man dachte man sei jetzt endgültig oben. Und die ganze Zeit über hatte ich Angst, dass plötzlich noch eine Frau von hinten angesprintet kommt. Erst ganz kurz vor dem Ziel war ich mir sicher, dass ich wohl wirklich Zweite werden würde. Ich war ganz schön kaputt und Sandra war schon seit über 5 min da. Aber es hat total viel Spaß gemacht. Es war mit Sicherheit eine der abwechslungsreichsten, aber auch anstrengendsten Strecken die ich bisher gefahren bin. Und ich kann sie wirklich jedem empfehlen.
Gesamtdritte wurde Natascha, die damit, da sie keine Lizenz hatte, die „Funkategorie“ gewann und als dritte „Lizenzdame“ kam Annette Kolf ins Ziel. 

                                       

Jetzt geht es nächste Woche erstmal mit Sonja zum Radlbauer 24h-Rennen in Steindorf. Dort dürfen wir beiden als 2er-Damenteam die Univegafarben hoch halten. Und da Sonja bei sowas immer sehr motiviert ist, wird es wohl ganz schön anstrengend ;-) 


20.6.09 Bikemarathon Pfronten

Hungerast im Rennen… das kannte ich bisher gerade mal aus Erzählungen. Und dann erklärte ich die meisten für total verrückt, da ich nicht verstand, wie sie während einer Rennbelastung zu wenig essen können. Heute hat es dann wohl mich erwischt.
Da ich mein dauerndes „Krampfproblem“ nach etlichen Versuchen immer noch nicht endgültig gelöst habe, wollte ich nun einmal eine Theorie, die besagt, dass auch die Einnahme von Gels Krämpfe verursachen kann, in die Praxis umsetzen. Ich stattete mich also mit einem „Reservegel“ und einem Haufen „Schokodrops“, die aus verschiedensten Aminosäuren bestanden, aus. Immerhin schmeckten die Dinger auch noch gut, das war aber dann wohl auch der einzige Vorteil.
Der Startschuss fiel und ich konnte zunächst ganz gut bei Mona mithalten. Mailin kam auch von hinten, aber da traute ich mich dann doch nicht mitzugehen. So zogen die beiden von dannen. Oben am Edelsberg hatte Mailin einen Vorsprung von ca. einer Minute, Mona war bereits über alle Berge. Ich fühlte mich super und schon ging es in die Abfahrt. Der plötzlich einsetzende Regen verwandelte sich schnell in einen Hagelschauer, er tat richtig weh und es wurde echt kalt.
Am nächsten Berg fühlten sich meine Beine schon etwas seltsam an, aber die Jungs um mich rum fuhren auch nicht viel schneller, also beschloss ich, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gab und ich futterte weiter Schokodrops.
Die Flachpassage bis zum Breitenberg ging recht schnell rum und ich fühlte mich nicht wirklich schlapp – bis der Anstieg losging. Erst schob ich es darauf, dass die Muskulatur durch die Abfahrt so ausgekühlt war, aber es wurde nicht mehr besser. Männergruppe um Männergruppe fuhr an mir vorbei und ich befürchtete, dass mein Abstand auf die nächste Frau nicht mehr reichen würde. In meiner Not griff ich zu dem Gel, aber das nutzte leider auch nichts mehr. Ich versuchte so schnell zu fahren wie nur möglich, das war aber leider nur sehr, sehr langsam. Der Anstieg wollte auch nicht enden – klar bei meinem Tempo ;-) Positionswechsel auf dem Rad verursachten auch gleich Krämpfe, also musste ich schön sitzen bleiben. Als es dann in die Abfahrt ging, gingen die Krämpfe weiter, weiteten sich aber auch auf Ober- sowie Unterarme und meine Finger aus. Ich fuhr so schnell ich konnte und erst kurz vor der Ziellinie konnte ich wirklich glauben, dass niemand mehr von hinten im Sprint an mir vorbei schoss. So wurde ich dann Dritte hinter Mona Eiberweiser und Mailin Franke.
Im Ziel wurde ich dann schon von Sonja und Wolfi empfangen und war total glücklich, die beiden zu sehen. Die beiden erzählten gleich von Sonjas Erfolg. Sie wurde nur ganz knapp Zweite hinter Jutta Schubert. Am Anfang fuhren ihr ein paar der XC-Mädels, die das Rennen als Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft nutzten, kurzzeitig davon. Aber als es dann den Breitenberg hinauf ging, konnte sie Platz um Platz wieder gutmachen und ging als Zweite in die Abfahrt hinein. Dort kam sie dann bis auf wenige Meter an die spätere Gewinnerin Jutta Schubert heran. Als Dritte fuhr Sarah Bosch über die Ziellinie.
Also ein super Renntag, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielte ;-) 


                    


13.6.09 Bikefestival Willingen

Hmm… der lange Weg nach Willingen war wohl umsonst. Durch ein irre gewordenes Navi haben wir uns auf dem Hinweg total verfranzt und somit für die Fahrt 7:30 Std. gebraucht. Am Start war es richtig kalt, aber zumindest. Eigentlich wollte ich auf die mittlere Distanz gehen und der Start lief auch ziemlich gut. Ich hatte zwar von der Passau-Wien-Tour immer noch schwere Beine und der Puls wollte nicht so richtig rauf gehen, aber Katrin Schwing war nur 10 m von mir entfernt und eigentlich lief es gar nicht so schlecht… Bis es oben flacher wurde und das Tempo wieder höher. Da merkte ich, dass ich plötzlich nicht mehr viel erkennen konnte, alles war irgendwie verschwommen. Erst dachte ich, dass es vielleicht an der Brille liegen könnte und setzte sie kurz ab, aber besser wurde es auch nicht. Ich konnte mich zwar einfach an andere Fahrer hängen, aber wenn Wurzeln, Löcher oder Steine auftauchten, konnte ich nicht einschätzen, wie groß diese wirklich waren. Schweren Herzens entschloss ich mich das Rennen aufzugeben, da schnelles Fahren ziemlich unkontrolliert wurde und ich nicht unbedingt einen Sturz riskieren wollte. Dabei hatte ich mich so auf Willingen gefreut! Der Weg zurück fühlte sich bei der Kälte ewig an und es dauerte eine Weile, bis mir wieder warm wurde.
Dafür konnte Sonja auf der kurzen Runde auf den dritten Platz vorfahren! Im Ziel wollte sie es erst noch nicht so recht glauben, aber als dann die Ergebnislisten aushingen, konnte ich es ihr schwarz auf weiß zeigen. Und dann war sie vor der Siegerehrung mindestens genauso aufgeregt wie ich in Riva ;-) Die Dritte von uns Mädels, Steffi Hadraschek, fuhr Sonja noch kurz vor dem Ziel weg und sicherte sich so den zweiten Platz. Und bei der Siegerehrung räumten beide gehörig ab… so ein bisschen neidisch war ich da dann doch.
Naja, jetzt kommt dann erst einmal mit Pfronten eins meiner Lieblingsrennen. Hoffentlich läuft es da wieder besser.


7.6.09 Tegernsee Marathon

Tegernsee C-Strecke... zum ersten Mal stand ich beim Tegernsee-Marathon am Start der 69 km langen und 2500 hm umfassenden C-Strecke. Ich glaub, so viele Höhenmeter bin ich vorher noch nie gefahren ;-) Aber ich wollte einmal ausprobieren, ob ich meine ständigen Krämpfe nicht endlich los bin. Da sie mich ja meist spätestens am dritten Anstieg überfallen, hatte ich ganz schön Respekt. Schließlich ging der letzte, im Höhenprofil eingezeichnete Anstieg, den Wallberg rauf. Gemeldet waren unter anderem Peggy Klose, Claudia Till und Kerstin Kögler, die ich eigentlich alle drei auf dem Podest vermutete. Auch Steffi (Hadraschek) hatte ich auf meiner „Liste“, sie ist besonders auf langen Distanzen nicht zu unterschätzen – oder, Steffi?? ;-) Claudia konnte allerdings wegen eines Sturzes in Garmisch nicht an den Start gehen.
Der Startschuss fiel und die Meute preschte hinter dem Führungsfahrzeug her. Gleich am ersten Anstieg lag ich vorne und war darüber selber total überrascht. Zwischendurch überlegte ich noch, ob ich etwas rausnehmen sollte, vielleicht war ich ja zu schnell gestartet, aber ich fühlte mich eigentlich gut und fuhr deswegen mein Tempo weiter. Als es nach der zweiten Abfahrt über einige Kilometer sehr flach Richtung Wallberg ging, konnte ich noch niemanden hinter mir erblicken. Leider auch keinen Mann, bei dem ich mich in den Windschatten hätte hängen können. Doch am Fuße des Wallbergs tauchten schließlich zwei hellblaue Trikots dicht hinter mir auf, Peggy Klose mitsamt ihrem Begleitfahrer. Und mit den beiden kamen bei mir die ersten Krämpfe. 

                             

Bis zur Wallberg-Bergstation konnte ich meinen Vorsprung wieder auf ca. 1 Minute ausbauen. In der darauffolgenden Abfahrt muss Peggy allerdings wieder näher gekommen sein. Eigentlich hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr mit einem längeren Anstieg gerechnet, aber nach dem Wallberg kam nochmal ein weiterer Berg, der nicht enden wollte. Nach einigen Minuten kam dann Peggy mit ihrem Begleiter wieder von hinten heran und ich versuchte jeden ihrer Angriffe zu parieren. Was aufgrund der wieder aufgetretenen Krämpfe gar nicht so leicht war. In die darauffolgende Abfahrt ging Peggy als Erste. Bis wir zu einem Fahrer der D-Strecke auffuhren, konnte ich ihr Tempo doch weitgehend mitfahren, aber ich kam dann nicht mehr an ihm vorbei. So wurde ihr Abstand so groß, dass ich sie nicht mehr sehen konnte.
Die letzten 10 km waren wieder sehr flach. Bis zur letzten Verpflegungsstation kam ich nochmal bis auf 100 m an die beiden heran, da mich ein Fahrer aus Deggendorf netterweise in seinen Windschatten nahm. Dort kam allerdings ein kleiner Anstieg und meine Krämpfe kamen mit aller Macht zurück. und ich konnte ihm nicht mehr folgen. So baute das Zwillingskraftduo bis zum Ziel ihren Vorsprung bis auf fast 3 Minuten aus. Im Ziel war ich dann zunächst etwas enttäuscht, aber letztendlich freue ich mich über meinen zweiten Platz.
Gewonnen hat also Peggy Klose, dritte war Kerstin Kögler und vierte wurde Steffi Hadraschek.
Im Ziel wurde ich dann auch gleich von Sonja empfangen... Sie fuhr, nachdem sie noch mit einigen Blessuren vom vorangegangenen Wochenende zu kämpfen hatte (sie wurde in Bad Wildbad Deutsche Meisterin der Augenoptiker!!), die 50 km. Aber auch da war mit Mona Eiberweiser, Barbara Kaltenhauser und Birgit Söllner ziemlich viel Prominenz am Start. Sonja ließ sich aber nicht einschüchtern und krallte sich an Birgit fest, so dass für sie der vierte Gesamtrang raussprang!
Jetzt muss ich morgen erstmal den Radweg von Passau nach Wien abfahren und hoffe, dass es nicht zu eintönig wird ;-) 

                      



20.5.09 Stöcklerennen Sonthofen

Zum dritten Mal wurde am Mittwoch Abend das Stöcklerennen in Sonthofen veranstaltet. Es ist ein wirklich schönes, kleines Rennen, aber ganz bestimmt nicht einfach! So standen für die MTBler 5,2 km und 600 hm an, bei den Rennradfahrern verteilten sich 590 hm auf 5,7 km. Da ich in den letzten beiden Jahren immer die MTB-Strecke fuhr, wollte ich dieses Jahr einmal mit dem Rennrad mein Glück versuchen. Dafür vertrat Sonja die Univegafarben mit dem MTB.
Um nicht nur am Abend für eine halbe Stunde aufs Rad zu kommen, fuhr ich mit Timo Modosch von Marktoberdorf aus nach Sonthofen „zum warmfahren“. Danach merkte ich meine Beine ehrlich gesagt schon ganz schön und ich war mir nicht mehr so sicher, ob das Rennrad für das Rennen wirklich eine so gute Wahl war. Aber es half nichts, da musste ich wohl jetzt durch.
Nach einem neutralisierten, gemütlichen Start ging es gleich eine 12%ige Steigung hinauf, in der ich mich von den restlichen Mädels leicht absetzen konnte. Nur Sonja blieb mir auf den Fersen ;-) Dann trennten sich die Strecken und ich wünschte mir im weiteren Verlauf mehrmals mein MTB her, da mir ca. 3 Gänge leichter sehr entgegen gekommen wären. Aber irgendwie quälte ich mich dann doch noch rauf und kam als erste Dame oben an. Kurz darauf kämpfte Sonja sich über die Ziellinie, sie wurde knapp von Camilla Kranzusch geschlagen, die nach einem rennfreien Wochenende erholt an den Start gehen konnte und ihren Heimvorteil absolut ausspielte. Auf den dritten Platz bei den MTB-Mädels kam Steffi Hadraschek, bei den Rennradlerinnen fuhr Sabine Brinkmann auf Platz zwei und Franziska Schaich erreichte Platz drei.
Bei der abschließenden Abfahrt (ich konnte RR gegen MTB eintauschen) übersah ich dann leider einen Gartenschlauch und fand mich kurzerhand auf dem Boden wieder. Aber außer einer deftigen Prellung am Fußgelenk ist wohl alles heilgeblieben.
Es hat jedenfalls wieder total viel Spaß gemacht und eins steht für mich fest: im nächsten Jahr nehm ich doch wieder das MTB :-)

17.5.09 Auerberg Marathon

Irgendwie habe ich am Auerberg nie richtig Glück. Vor 2 Jahren konnte ich mit extremen Krämpfen nur noch ins Ziel rollen, letztes Jahr brach mir das Pedal aus der Kurbel, so dass ich gar nicht ins Ziel kam und dieses Jahr fuhr ich mir einen Platten ein. Jetzt sollte ich das Schlauchwechseln wohl mal üben, das hat mich ganze 4 Minuten gekostet ;-) Da der Auerberg Marathon jetzt zu meinem Heimrennen geworden ist, die Strecke verläuft ca. 200m Luftlinie an unserer Wohnung entlang, war ich dementsprechend nervös. Beim Warmfahren befand mein Knie auch noch, dass es sich mal melden könnte und ich hatte nicht das allerbeste Gefühl. Mailin Franke und Sandra Sumerauer waren ebenfalls am Start, was mich nicht unbedingt ruhiger werden ließ. Der Start verlief ziemlich hektisch und hatte dann auch einige Stürze zur Folge. Allerdings sind die ersten 10 km absolut flach und das Tempo dementsprechend hoch. Da ich aufgrund eines Sturzes vor mir den Anschluss an Mailin und Sandra verlor, versuchte ich mit aller Kraft wieder an sie hinzufahren, aber ich kam nicht näher. Erst als es in den ersten Anstieg ging, fuhr ich mit „meiner“ Gruppe wieder auf sie auf. Allerdings lag ich am Ende des Feldes von ca. 30 Fahrern und die beiden waren vorne. Während des Anstiegs teilte sich die Gruppe und ich befand mich dann sozusagen unter den Verfolgern. Am Auerberg kam ich nochmal bis auf ungefähr 30 Sekunden heran, fuhr aber in der Abfahrt auf zwei Männer auf, die an der Stelle nicht zu überholen waren.
Nach ca. 40 km fühlte sich mein Vorderrad plötzlich so komisch an – platt! Super! Und ich kann doch "so schnell" den Schlauch wechseln. Hab sogar auf die Uhr geschaut, es hat mich ganze 4 Minuten gekostet, sollt ich wohl mal mehr üben ;-) Da mich in der Zeit keine weitere Frau mehr überholte, lag ich nach dem Wechsel immer noch an dritter Position. Also startete ich eine Aufholjagd, aber es stellte kaum einer der nun überholten Männer eine gute Windschattengelegenheit dar. Stattdessen zog ich einen immer größer werdenden Rattenschwanz hinter mir her ;-) Ab und zu lösten mich dann 2 Fahrer für einige Minuten ab, aber größtenteils fuhr ich alleine vorne. Im Ziel war ich dann trotzdem total glücklich, dass ich trotz Platten meinen dritten Platz verteidigen konnte. Sandra und Mailin einigten sich auf eine gemeinsame Zieldurchfahrt, was aber die Zeitnahme verhinderte. Also wurde Sandra als Siegerin und Mailin als Zweite gewertet.
Bei Sonja lief es auch wirklich super. Sie kam dann kurz hinter mir als Gesamtfünfte ins Ziel und das, obwohl ihr so eine flache Strecke eigentlich gar nicht liegt. Ihre Zeit vom letzten Jahr konnte sie sogar noch um 6 Minuten verbessern. Jetzt ist bei ihr der Knoten aufgegangen ;-)
Am Mittwochabend geht es zum Stöcklerennen nach Sonthofen. Eine echt schöne Veranstaltung. Also wer Zeit und Lust hat, unbedingt vorbeikommen und mitfahren!


9.5.09 Saalhausen
                                 

Zum Glück hat es nur in der Nacht von Freitag auf Samstag geregnet und zum Start des Marathons wurde das Wetter besser und besser. Es war zwar echt kalt (ca. 8°C), aber trocken.
Nach der Einführungsrunde lag ich mit Annette Kolf in Führung, im ersten Anstieg konnte ich mich sogar ein bisschen von ihr absetzen. Dann kam plötzlich ein Singeltrail und – Stau! Dadurch war mein Vorsprung natürlich wieder futsch. Als wir schließlich auf einen breiten Schotterweg abbogen, kam uns nach einigen Minuten plötzlich das Führungsmotorrad entgegen – mit ca. 60 Fahrern im Schlepptau. Also hieß es so schnell wie möglich wenden, aber möglichst niemanden dabei umfahren. Dann wir natürlich auf die Fahrer aus den hinteren Startblöcken und mussten uns teilweise quer durch den Wald durch die Meute kämpfen. Bis wir schließlich auf der richtigen Strecke waren, war von Annette, Birgit Dauber (ehem. Jüngst) und einigen anderen Mädels nichts mehr zu sehen. Da hab ich dann kurzzeitig überlegt aufzuhören und am Sonntag beim XC-Rennen mein Glück zu versuchen, aber da um mich rum eigentlich alle weiterfuhren, bin ich einfach mal mitgefahren.
Auch nach 1,5 Stunden überholte ich noch Fahrer(innen) aus den hinteren Startblöcken. Die hatten also doch ganz schön viel Vorsprung bekommen durch die Verfahraktion.
Nach ca. 2,5 Std. Fahrzeit fragte ich einmal einen anderen Fahrer, wie viel Kilometer wir denn schon gefahren wären: als die Antwort „36 km“ war, bekam ich einen ganz schönen Schock. Das würde dann wohl eine richtig lange Mitteldistanz werden. Aber es ging dann doch ziemlich schnell rum. Da ich keine Orientierung hatte, wer noch vor mir lag, versuchte ich das Tempo am letzten Anstieg nochmal zu erhöhen. Aber vor mir war niemand mehr… 

                        

Das erfuhr ich dann kurz vor der Zieldurchfahrt vom Sprecher. Wahnsinn! Hab mich total gefreut. Damit hatte ich während des Rennens überhaupt nicht gerechnet, zumindest Annette hätte ja noch vor mir sein müssen, aber sie ist wohl ausgestiegen.
Hab dann vor Sandra Thart (NL) und Birgit Dauber gewonnen :-)


3.5.09 Bikefestival Riva

Eigentlich sollte sich doch schon langsam die Aufregung vor den Rennen etwas legen, aber irgendwie klappt es noch nicht so richtig, schließlich lässt sich immer ein anderer Grund finden, warum ich morgens mit gemischten Gefühlen an den Start gehe. Diesmal konnte ich sogar noch nicht mal richtig schlafen ;-) Immerhin bin ich ja noch nie in Riva gestartet und das Starterfeld am Gardasee gehört doch eher zu den wirklich stark besetzten. Und nachdem an diesem Wochenende kaum andere Rennen stattfanden, gab es dieses Jahr auch keine Ausrede.
Bereits am Freitagabend war ich ziemlich beeindruckt, wie viele Menschen sich auf dem Festivalgelände tummelten. Am Samstag standen dann auch über 2000 Fahrer an der Startlinie. Sonja erwischte sogar die Startnummer 36 mit der sie vorne bei den VIP`s im gleichen Startblock stehen durfte. Ein bisschen neidisch war ich da schon ;-)
Ich konnte mich dann ab 7:05 in den A-Block stellen, um noch wenigstens eine halbwegs gute Ausgangssituation zu ergattern. Denn auch der Startblock A war schnell relativ voll. Zum Glück war es nicht kalt, so konnte man die Zeit auch ganz gut stehend abwarten. Ich hatte mich bereits im Vorfeld für die Ronda piccola entschieden, da mir die anderen beiden Runden noch etwas zu lang erschienen, so früh in der Saison.
Im Getümmel des neutralisierten Starts verlor ich auch schon bald den Überblick, so dass ich keine Ahnung hatte, wie viele Fahrerinnen nun wirklich vor mir lagen. Also fuhr ich mein Tempo nach Ville del Monte und konnte dort sogar noch einige Plätze gutmachen. Kurz vor Ville del Monte tauchte plötzlich ein etwas bekannteres Trikot vor mir auf und ich war mir erst nicht ganz sicher, ob ich richtig gesehen hatte. Aber es war tatsächlich die deutsche Marathonmeisterin Elisabeth Brandau und ich kam ihr immer näher. Kurz darauf konnte ich sie dann auch schon überholen. Von hinten kamen nun Danièle Troesch und Claudia Till. Obwohl ich wusste, dass die beiden eigentlich die längeren Runden in Angriff nehmen wollten, wollte ich sie auch nicht einfach so fahren lassen. Also heftete ich mich an ihre Fersen. Aber irgendwann mussten Danièle und ich dann doch etwas rausnehmen. Claudia hingegen erwischte im flacheren Teil kurz vor San Giovanni eine Männergruppe und zog von dannen. In dem Bereich konnte ich mich auch von Danièle absetzen, die mich aber in der Abfahrt wieder einholte. Nach einem Fahrfehler fuhr eine weitere Frau an mir vorbei (jetzt weiß, dass ich mal Techniktraining machen sollte). Ich war ziemlich baff, da ich gar nicht mitbekommen hatte, dass ich sie überholt hatte: es war Milena Landtwing vom Rothaus-Cube Team.
Danièle konnte ich auf den Straßenabschnitten wieder überholen, allerdings nur bis zum zweiten Anstieg bei Arco. Dort fingen meine Beine wieder mit meinem alten Problem, den Krämpfen, an. Ich musste also ganz schön rausnehmen, um den Berg überhaupt noch rauf zu kommen. Kurz vor der Streckenteilung konnte ich dann doch noch bei einer Männergruppe mitfahren, von denen jedoch fast alle auf die längeren Distanzen abbogen.
Über meine eigene Position wusste ich überhaupt nicht Bescheid. Ich ging davon aus, dass bestimmt schon 4 oder 5 Frauen vor mir auf die Ronda piccola gefahren waren. Trotzdem versuchte ich auf dem Rückweg noch so viel Druck wie möglich zu machen und bekam sogar auf den letzten Kilometern noch mal einen hervorragenden Windschatten! Vielen Dank nochmal!! :-)
Als ich bereits über die Ziellinie gefahren war, erfuhr ich vom Sprecher, dass ich die zweite Frau hinter Claudia Till war. WAHNSINN!! Ich war Zweite! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Claudia hatte sich dann doch noch kurzfristig für die kurze Runde entschieden (jaja, Claudia, das war doch bestimmt Absicht ;-) ). Dritte wurde Claudias Teamchefin Peggy Klose.
Die Siegerehrung war dann auch super: ich bekam sogar eine Scherpe um!! Bilder davon kommen noch :-)
Sonja war leider nicht so zufrieden, irgendwie kam sie nicht richtig vom Start weg und bergauf machte sich dann der krankheitsbedingte Trainingsausfall auch noch bemerkbar. Sie wurde letztendlich 14.
Am Wochenende geht es wieder nach Saalhausen. Hoffentlich ist das Wetter dieses Jahr besser als im letzten Jahr, aber so wie die Prognosen ausschauen, wird es wohl wieder sehr nass. Auf jeden Fall freu ich mich schon drauf.
Viele Grüße
Katrin


18.4.09 Münsingen

Als wir im Allgäu losfuhren, sah alles nach einem wunderschönen sonnigen Tag aus. Aber schon kurz hinter Ulm fing es an wie aus Eimern zu schütten. Anfangs hatte ich noch etwas Hoffnung, dass sich das bis Münsingen wieder legen würde, schließlich war ja zumindest trockenes Wetter angekündigt. Aber diesmal hatte der Wetterbericht wohl Unrecht und Münsingen wurde seinem Ruf als Schlechtwetterrennen mal wieder gerecht. Und bis zum Abend sollte sich dann auch nichts daran ändern. Also gingen die Marathonfahrer bei 5°C und Dauerregen auf eine ziemlich nasse Runde.
Ich war mal wieder total aufgeregt, da das ja mein erster Marathon der Saison war und ich nicht genau wusste, wo ich wirklich stehe. Diesmal erwischte ich einen echt guten Start und als wir durch das Gelände des Bundesligarennens fuhren, war die Spitze der Männer noch ziemlich dicht vor mir. Da war ich doch ganz schön baff.
Die ersten Kilometer fuhr ich zusammen mit Mailin Hummel an der Spitze. An einem Anstieg musste ich sie jedoch kurz ziehen lassen und schon kam die Vorjahressiegerin Martina Höllige an mir vorbei. Ich fuhr mein Tempo weiter und konnte wieder zu Mailin aufschließen. Da meine Brille schon ziemlich verschmiert war, nahm ich sie ab und versuchte mein Glück ganz ohne Augenschutz. Den Versuch gab ich aber nach einer halben Stunde auf, da ich noch weniger sehen konnte als mit Brille und daher in den Abfahrten viel langsamer fuhr, als ich eigentlich konnte. Also setzte ich sie wieder auf und kurz darauf kam Heike Hundertmark in einer Männergruppe vorbei. An die Gruppe hängte ich mich dann kurzerhand dran. In der Wiesenabfahrt, in der ich im letzten Jahr gestürzt bin, fuhr ich wohl etwas zu vorsichtig und Heike hatte einen Vorsprung von 100m. Ich kämpfte ziemlich lange, kam aber nur ganz langsam näher. Als mich Olaf Nützsche überholte, fuhr ich in seinem Windschatten mit und kam dann doch wieder an Heike heran und konnte sie sogar überholen. Plötzlich tauchte Mailin in einer Männergruppe wieder vor mir auf und ich setzte am Anfang eines Anstiegs zum Überholen an. Aber Mailin konnte das Tempo mitgehen, so fuhren wir abwechselnd immer wieder vor und wurden wieder überholt ;-) An einem schmierigen Wiesenanstieg merkte ich, dass mein Hinterrad doch zu wenig Profil hatte, so dass ich mich entschied abzusteigen. Wahnsinn!! Ich konnte meine Füße nicht mehr fühlen! Und meine Beine fühlten sich auch nicht gerade an als würden sie zu mir gehören. Kurz nach diesem Anstieg konnte ich Mailin nicht mehr folgen. Als ich dann im Cross-Country Gelände Heike wieder hinter mir erblickte, versuchte ich noch mal alles zu geben um den dritten Platz zu retten. Dabei fuhr ich jedoch 100 m vor dem Ziel eine Kurve außen an und gab Heike damit ungewollt die Möglichkeit zu überholen. Und sie nutzte natürlich gleich ihre Chance… Auch ein versuchter Zielsprint änderte nun nichts mehr an meiner Platzierung. So kam ich etwas enttäuscht als vierte ins Ziel. Aber eigentlich bin ich trotzdem total zufrieden mit meiner Leistung, auch wenn ich mal wieder gemerkt habe, dass ich technisch, besonders auf nassen Strecken, meine Probleme habe. Da werd ich jetzt wohl dran arbeiten müssen :-)
Nächstes Wochenende werd ich noch einmal ein paar schöne Touren mit Sonja fahren und dann geht es am Freitag nach Riva. Bis dahin viele Grüße,

Katrin


Gosecker MTB Trophy

Mensch, war ich aufgeregt... so viele Cross-Country-Rennen bin ich ja noch nicht gefahren und wenn, dann endeten die nicht sehr zufriedenstellend für mich ;-)
Eigentlich wollte ich für die Jungs als Betreuerin mitfahren, aber da der Start der U23-Klasse erst um 14:15, die Strecke trocken, das Wetter gut, das Damenrennen schon um 11:15 Uhr angesetzt war und die Jungs nicht nachgeben wollten, ließ ich mich dann schließlich doch überreden an den Start zu gehen
Leider waren dann nur 7 Mädels am Start (inklusive Juniorinnen), aber für den Anfang reicht das ja auch ;-)

                     

Natürlich hab ich dann erst mal den Start verpennt, so dass ich mich fast am Ende des Feldes befand... da das ja aber relativ übersichtlich war, konnte ich mich bis zum Ende der Startrunde auf den dritten Rang vorarbeiten. Noch in der ersten Runde hatte ich das Gefühl, dass ich schneller fahren könnte, war aber erst noch unsicher, ob ich es wirklich probieren soll. Ich versuchte es aber dann trotzdem und konnte auch gleich ein kleines Loch herausfahren ... nach der ersten Abfahrt kam Silja noch einmal heran, aber dann lief es bei mir immer besser und ich konnte den Abstand stetig vergrößern. Die Strecke machte mir dann auch richtig Spaß, woran besonders die motivierten Zuschauer großen Anteil hatten.

                                 

Am Montag ging es dann gleich in der Früh für eine Woche an den Gardasee. Mit dabei waren auch Mona Eiberweiser und Ines Thoma und die beiden haben mir dann auch gleich mal gezeigt, dass ich noch an meiner Fahrtechnik feilen muss. Aber ich glaube, ich bin schon ein bisschen besser geworden. Monas Ratschläge wie „lass es einfach laufen, Katrin!“ kann ich zwar immer noch nicht ganz beherzigen, aber ich versuch es zumindest :-)
Jetzt steht am Samstag Münsingen an und ich bin echt gespannt, wo ich diese Saison ungefähr stehe. Hoffentlich verwandelt der angekündigte Regen den letzten Teil der Strecke nicht wieder in ein riesiges Matschloch so wie im letzten Jahr. Jedenfalls bin ich schon jetzt aufgeregt ;-)
Viele Grüße
Katrin

15.03.09 Teamtreffen in Ochtendung

Juchhuuu!!! Mein neues Bike ist da! Am Wochenende war großes Teamtreffen beim Poisonbike-Cup in Ochtendung. Am Samstag karrte unser Teamchef Herman Schoens, alle Räder in die Nähe von Koblenz. Die Farbe der Bikes hat sich jetzt unseren Trikots angepasst (was für uns Mädels doch ein bisschen wichtig ist ;-) ) und die Räder sehen echt super aus! Dazu kommt die Topausstattung und das tolle Handling… so kann die neue Saison kommen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Univega und alle anderen Sponsoren! Der erste Formtest erfolgte dann auch gleich am Sonntag beim Poisonbike-Cup. Aber so schwer wie sich meine Beine noch am Samstag anfühlten, rechnete ich mir keine großen Chancen aus. Und dann stand auch noch an der Startnummernausgabe Elisabeth Brandau… Ich machte mich schon auf eine Überrundung von ihr gefasst, da die Strecke nicht sehr lang war. Ziemlich aufgeregt ging ich dann an den Start, der dann blöderweise zweimal verschoben wurde und so 45min später stattfand. Die erste Runde fuhr ich zusammen mit Charline Merklin, Elisabeth war schon über alle Berge. In der zweiten Runde konnte ich mich dann am Berg leicht von Charline absetzen und den Abstand langsam ausbauen. Ich war wirklich überrascht, wie gut es lief, aber dann kam in der vierten Runde ziemliches Seitenstechen dazu. Alle meine Versuche ruhiger zu Atmen schlugen fehl… war doch schon ganz schön anstrengend den Berg rauf. Nach der fünften Runde war auch schon wieder alles vorbei, ich glaube, die Veranstalter wollten die Verzögerung der Rennen durch Kürzung der Renndauer wieder wettmachen. Ich war jedenfalls total happy, dass es gleich im ersten Rennen so gut lief, obwohl ich bisher keine intensiven Einheiten gemacht hab. Naja, und im Allgäu liegt immer noch Schnee und es soll noch mehr dazu kommen, da werden die nächsten Biketouren wohl noch eine Weile auf sich warten lassen... :-(


11.03.09

Wow! Die Zeit rast… Eigentlich wollte ich nicht so lange warten meine Homepage auf den neuesten Stand zu bringen, aber dann kam immer wieder etwas dazwischen: super Wetter, Laktattest, lernen, shoppen ;-)… und zu guter letzt auch noch das Trainingslager in Süditalien. Geplant war, dass ich ganz aktuell aus Kalabrien berichte, aber leider hat der Internetzugang im Hotel nicht so richtig funktioniert. 

                                         

So hatte ich mehr Zeit krank zu werden :-( Mich hat es natürlich, wie eigentlich mittlerweile fast jedes Mal im Trainingslager, mal wieder mit Halsschmerzen erwischt. Die wollten dann auch bis zur Heimfahrt nicht ganz verschwinden. Auch wenn es da unten eigentlich ganz schön kalt und teilweise auch nass war, war es aber immer noch wesentlich wärmer als in Süddeutschland. Das Schneechaos hielt sich ebenfalls in Grenzen, obwohl es ab 700 m ab und zu geschneit hat und teilweise eine geschlossene Schneedecke auf den Straßen lag. An sich ist Kalabrien wirklich schön zum Radeln: viele kleine Straßen, wenig Verkehr, tolle Landschaft und normalerweise auch warm. Wir haben eben die kältesten 2 Wochen der letzten 40 Jahre erwischt, wenn man den Einheimischen glauben darf ;) Es ist auch touristisch noch nicht ganz so erschlossen wie andere Gegenden Italiens, was einerseits schön ist, aber andererseits auch Nachteile hat – unser Hotel lag in der Pampa mit nichts außer Orangenplantagen und anderen Hotelanlagen drumherum und der Strand sowie die Hauptstraßen waren leider oft sehr vermüllt. Außerdem gibt es in kleinen Straßen, die oft unangekündigt in Sackgassen enden, ganze Horden von Hunden, die nicht unbedingt mit einem spielen wollen. So fühlt sich zumindest mein Puls nach der Flucht immer an. Aber anders als auf Gran Canaria kann man in Kalabrien auch mal längere flache Einheiten einbauen ohne ständig an der vielbefahrenen Küstenstraße entlang fahren zu müssen. Und trotzdem gibt es fast vor der Haustür ordentlich Pässe an denen man Kraftausdauer trainieren kann.

                         

Obwohl es so kalt war (leider auch auf den Zimmern), hat es richtig Spaß gemacht mal wieder draußen radeln gehen zu können und das dann auch noch in einer Gruppe. Die „Mädelsgruppe“ war auch ganz überschaubar.

         

Jetzt schneit es hier schon wieder und krank bin ich auch wieder. Außerdem geht mir der Schnee langsam auf die Nerven… Aber am Wochenende gibt es endlich die neuen Räder!! Da freu ich mich schon drauf :-) Bis dahin: viele liebe Grüße aus dem immer noch verschneiten Allgäu!! 

03.01.09

Ein gutes neues Jahr wünsche ich euch! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht. Ich hab das mit dem Rutschen im alten Jahr auf einer Stufe noch geprobt und festgestellt, dass so was ganz schön schmerzhaft sein kann. Aber mittlerweile ist die Schwellung weg und nur noch ein blauer Fleck übrig geblieben. Die Feiertage hab ich mit meinem Freund und meiner Familie in Bad Hindelang verbracht. Die nächste Loipe nicht weit entfernt, Bergtouren die man direkt von der Haustür aus beginnen kann und leckeres Essen von meiner Mama ... so lässt es sich leben
;-)

So sehen zur Zeit hier übrigens die Berge aus

         

Wer da zuhause bleibt ist selber Schuld :-)


15.12.08

Wow, jetzt ist es schon fast Weihnachten… schon ganz schön lang her, dass ich mich hier gemeldet habe. Die letzte Zeit ging so schnell vorbei, da weiß ich gar nicht, was ich alles erzählen soll.
Im November ging es erst einmal für eine Woche an den Gardasee, ausnahmsweise ohne Bike. War wirklich superschön, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte. Aber Bergtouren kann man ja auch bei Regen und Schnee machen. Teilweise gab es auch richtig Muskelkater vom langen Bergablaufen.
Dann war ich zwischendurch noch in Dortmund, ich musste ja schließlich die Entwicklung unseres neuen Familienmitglieds beobachten. Meine Schwester hat sich im August eine hübsche Stute gekauft.
Für Anfang Dezember war noch ein Kiteurlaub geplant, der aber leider, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser gefallen ist. Die Windwahrscheinlichkeit war uns etwas zu gering und Brasilien, Venezuela oder die Karibik etwas zu teuer.
Zu guter Letzt ist mein Bruder letzte Woche nach Australien geflogen, mal sehen wann er wieder kommt und was er alles zu erzählen hat.
Die letzten 2 Wochen hab ich dann fleißig in der Küche gestanden und gebacken, was das Zeug hält. Also bin ich jetzt schon richtig in Weihnachtsstimmung, nur ein paar Geschenke fehlen mir noch ;-)
Ansonsten liegt hier ja schon seit Mitte/Ende November Schnee, da kann man richtig schön mit Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft stapfen und Gipfelausblicke genießen oder einfach unten im Tal bleiben zum Langlaufen. Mir wird also nicht langweilig.

Außerdem steht ja schon bald wieder die nächste Saison an. Es geht irgendwie schneller als ich dachte. Dort werde ich auch weiter auf Univega-Rädern unterwegs sein, worüber ich mich sehr freue. Auch alle meine „privaten“ Sponsoren haben mir die Weiterführung der Unterstützung für die neue Saison zugesagt. Ich bin wirklich total froh, dass ihr mir diesen Sport ermöglicht.

Bis dahin wünsch ich euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure Katrin


Stöcklerennen Sonthofen

Es wird wohl nicht mehr warm dieses Jahr... Das Stöcklerennen sollte eigentlich schon im August stattfinden, wurde aber wegen schlechten Wetters verschoben... jetzt war es noch schlechter :-( 3°C, Regen und oben Schnee, der einzige Vorteil war, dass man nicht wirklich schwitzte. Leider war durch dieses Wetter das Starterfeld mit ca. 30 Fahrern sehr überschaubar, darunter waren 3 Frauen. Das entspricht aber sogar einer Quote, die bei Marathons nur selten erreicht wird ;-)

                                        

Der Start erfolgte neutralisiert und zwar so langsam, dass einem durch die Pfützen, die einem ins Gesicht und sonst überall hinspritzen noch viel kälter wurde. Als es dann endlich bergauf ging, erfolgte der offizielle Startschuss. Durch die wenigen Starter fuhr man ziemlich schnell alleine, ich hatte immer 3 Männer ca. 100 m vor mir. Ungefähr 50 m hinter mir fuhr Stefanie Hadraschek und der Abstand wollte und wollte nicht größer werden. Ich wagte mich dann nicht mehr umzuschauen und versuchte mein Tempo zu fahren. Als es dann schließlich in den Schotteranstieg ging, war sie plötzlich weg. Also fuhr ich den Männern hinterher, kam näher und konnte sogar noch einen überholen ;-)
Oben lag dann sogar Schnee auf der Straße und ich war froh, dass ich die Möglichkeit hatte, mit dem Auto runter gefahren zu werden.
Steffi konnte ihren zweiten Platz dann auch noch sichern und kam relativ glücklich oben an. War zwar (mal wieder) kalt, aber hat doch Spaß gemacht :-)

Oberstdorfer Marathon

Hmm... es ist ein komisches Gefühl als "Titelverteidigerin" an den Start zu gehen. Ich war sogar mit Bild in der Zeitung! Da war ich schon ziemlich aufgeregt, aber auch total motiviert, auch wenn meine Chancen zu gewinnen nicht sehr hoch waren. Da ich die Strecke aber recht gut kannte, freute ich mich besonders auf die Abfahrten. Naja, so weit sollte ich leider nicht kommen.
Der Start erfolgte schon um 8:30 und dementsprechend kalt war es auch – im Oytal wurden -3°C gemessen. Aufgrund der Tragepassagen nahm ich lieber keine Überschuhe, da diese beim Laufen eher hinderlich sind. Außerdem sollte es ja auch warm werden. Leider nicht in den ersten 90 Minuten. Nach dem ersten Anstieg lag ich noch auf Platz 4 mit ca. 1 Minute Rückstand auf die Führende und meine Füße wurden und wurden nicht warm. Nach der Abfahrt waren sie dann schon richtig eisig und ich begann zu überlegen, ob ich nicht einfach an der Skisprungschanze stehen bleiben sollte. Da stand dann aber schon Sonja, die gerade ausgestiegen war… so war das nicht geplant ;-) Also fuhr ich noch etwas weiter, aber als ich am zweiten Anstieg an nicht anderes mehr denken konnte als an meine schmerzenden Füße, beschloss ich endgültig aufzuhören. Also fuhr ich den Anstieg nicht zu Ende, sondern bog vorzeitig in die Abfahrt ein. Die meisten Männer waren dann ziemlich verdutzt als plötzlich eine Frau vor ihnen stand, immerhin wäre ich da in den Top 15 gewesen! Unten im Oytal wurde ich dann auch richtig bejubelt… es ging ja noch jeder davon aus, dass ich im Rennen war. Wäre schon ein tolles Gefühl gewesen. So muss ich es eben nächstes Jahr noch mal probieren. Aber dann bestimmt mit warmen Füßen.

Ammergauer Alpen Bike Cup

So ein Mistwetter… 5° C im Tal, Dauerregen und Schneefallgrenze bei 1500 m – und bei so was fährt man dann auch noch einen Marathon der 3x bis auf ca. 1400 m rauf geht!!
Naja, ich war ja für die 50 km-Distanz gemeldet und weil Oberammergau nur ca. 90 Autominuten entfernt liegt, ging ich dann an den Start. Wobei sich die Bekleidungswahl als recht schwierig rausstellte; warm sollte es sein, aber auch nicht zu warm, auf jeden Fall jedoch winddicht für die langen und teils schnellen Abfahrten. Etwas verwirrend fand ich die Leute die in kurzer Hose und Ärmlingen an den Start gingen… Am ersten (kurzen) Anstieg beneidete ich eben diese Leute noch, aber schon nach der ersten Abfahrt war ich froh über jede Lage, die ich anhatte.
  Das Tempo war zu Beginn recht hoch und wir fuhren zu dritt
  in den zweiten Berg hinein. Dort konnte Claudia Till sich gleich
  absetzen und einen ordentlichen Vorsprung rausfahren. Ich
  lag an zweiter Position, dicht gefolgt von Conny Marquardt.
  Nach ca. 35 km (in einer Abfahrt) konnte Conny aufschließen
  und mich auch überholen. Am Gegenanstieg musste ich dann
  auch noch kurz vom Rad, da die Kette beim Schalten vom
  kleinsten Kettenblatt fiel. Als ich wieder auf dem Rad saß,
  konnte ich Meter um Meter wieder gutmachen und nahm, als
  ich auf sie aufgefahren war, alle meine Kräfte zusammen und
  fuhr an ihr vorbei. Ich konnte das Tempo eine ganze Weile
  aufrechterhalten, habe aber die ganze Zeit gehofft, dass der
  Berg endlich ein Ende nehmen würde.
  Besonders in der Abfahrt durch die Hölle befürchtete ich, dass Conny wieder näher kommen könnte und fuhr so lange wie möglich (mehr oder weniger kontrolliert) bergab, netterweise sprangen auch alle Schiebenden auf die Seite ;-) Nachdem das Schlimmste rum war, bekam ich einen kurzen Krampf im Oberschenkel und musste dann leider doch vom Rad. Unten angekommen fuhr ich so schnell es ging, in der Hoffnung, dass Conny keine Männergruppe erwischte, bei denen sie im Windschatten mitfahren konnte. Und es reichte!!! :-) Überglücklich fuhr ich als zweite über die Ziellinie. Aber noch mehr hat mich gefreut, dass ich endlich einmal ein Rennen über diese Distanz (fast) ohne Krämpfe zu Ende fahren konnte! 

                             


Marathon in Wiesthal

Wiesthal war seit Duisburg mein erstes Rennen, eigentlich eine ganz schön lange Zeit. Da aber das Stöcklerennen, das eigentlich am 15.8. stattfinden sollte, wegen einer Unwetterwarnung verlegt wurde und danach die Hochzeit meines Bruders auf Sylt anstand, boten sich auch nicht allzu viele andere Gelegenheiten.
Da ich aber endlich wieder ein Rennen fahren wollte, bot sich Wiesthal an, auch wenn die Anfahrt mit über 300 km recht weit war. Nachdem die ganze Vorbereitung aus verschiedenen Gründen mal wieder nicht optimal verlief, wollte ich einfach nur mal schauen, wie fit ich zur Zeit überhaupt bin. War doch der letzte "längere" Marathon 2 Monate her.
Am Anfang lief es sogar erstaunlich gut, ich lag an dritter Stelle und schob mich sogar an die zweite Position vor, als sich Birgit Schnapp einen Kettenklemmer einfing. Allerdings kam sie einige Zeit später, mit ihrem Freund im Schlepptau, wieder von hinten. Nach ca. 40 km war ich immer noch dritte Dame und ich fühlte mich wirklich gut. Bis Reni Scheeben plötzlich an mir vorbeischoss. Ich versuchte dran zu bleiben und konnte in der nächsten Abfahrt wieder aufschließen. So ging es dann einige Male bis ich bergab einen Vorsprung rausfuhr. Am nächsten Anstieg wollte ich verhindern, dass sie wieder an mir vorbei zieht und fuhr so schnell es ging, kampflos wollte ich ja nicht aufgeben. Naja, sie kam trotzdem und mit ihr stellten sich bei ihr auch noch Krämpfe ein. Mir blieb also nichts anderes übrig als Tempo rauszunehmen und zu warten bis die Krämpfe nachlassen... Das dauerte allerdings und es fuhren noch Birgit Demel und Johanna Leisling an mir vobei. Zu allem Überfluss spielte auch noch meine Schaltung verrückt - es gab keinen Gang bei dem die Kette nicht sprang. So konnte ich Johanna schließlich auch nichts mehr entgegensetzen und kam als 6. Dame ins Ziel. Immerhin wurde ich noch 3. in meiner Altersklasse ;-) Gewonnen hat am Ende Birgit Schnapp vor Kerstin Kögler und Reni Scheeben.
Jetzt hoffe ich, dass es nächstes Wochenende in Oberammergau besser läuft und ich vielleicht endlich mal ohne Krämpfe durchkomme.


24h-Rennen Duisburg

Oh mann! So langsam mutiere ich wohl zur 24h-Rennfahrerin, obwohl das nun wirklich nicht meine Lieblingsdisziplin ist. Aber nachdem Sonja und ich unsere Transschwarzwald-Idee aufgeben mussten, kam in Steindorf die Überlegung auf, dass wir doch in Duisburg als 2er-Team an den Start gehen könnten... So nahm das Ganze also seinen Lauf und wir fuhren am Samstag früh in den Landschaftspark-Nord. 

                                     

Die Strecke gefiel uns nach einer Streckenbesichtigung noch nicht so sehr, da sie sehr kurvenreich und durch die dauernden Antritten ziemlich unrhytmisch zu fahren war. Das änderte sich aber etwas während der folgenden 24 Stunden. Ich durfte den Part der Startfahrerin übernehmen und kam mir doch etwas verloren vor zwischen den ganzen, fast ausschließlich, männlichen Fahrern. Da wir nicht wussten wie unsere Gegnerinnen einzuschätzen waren, fuhren wir vom Start weg erst einmal ein sehr hohes Tempo, aber da war es auch noch nicht so anstrengend ;-) Und eigentlich konnte man auch gar nicht langsamer fahren, da überall an der Strecke wahnsinnig viele Zuschauer standen, die einen immer zu einem noch höheren Gang motiviert haben. Gegen Abend hatten wir dann schon genügend Vorsprung, so dass wir es etwas gemütlicher angehen ließen. Das Wetter spielte bis in die Nacht hinein auch noch mit, dann fing es immer wieder an zu schauern (ich hatte das Gefühl, dass das immer der Fall war, wenn ich gefahren bin), morgens hörte es schließlich gar nicht mehr auf. Glücklicherweise war es nicht zu kalt, so dass man nicht unbedingt die Regenbekleidung rauskramen musste. Allerdings war der Boden seitdem an einigen Stellen so matschig, dass man von unten teilweise mehr Wasser abbekam als von oben. Dass aber, trotz des schlechten Wetters, immer noch so viele Zuschauer an der Strecke waren, hielt die Motivation bei uns beiden hoch. Um kurz nach 13 Uhr konnten Sonja und ich dann gemeinsam als Siegerinnen über die Ziellinie fahren. Aber wir sind uns einig: Ein riesiges Manko hat ein Zweierteam: Man kann sich fast gar nicht unterhalten! Falls wir so etwas nochmal angehen (wovon Sonja schon fest überzeugt ist), dann müssen wir uns da etwas einfallen lassen.

                                              

Jetzt, einen Tag später, sind die Leiden (immerhin ist jeder von uns fast 280 (!!!) km gefahren) schon etwas in Vergessenheit geraten, auch wenn der Allerwerteste noch ein bißchen schmerzt und die Beine schwer sind. Aber dank der super Betreuung durch Karlheinz, Silke und meiner Eltern, die uns, neben Kochen, Getränke reichen, massieren, u.s.w., immer wieder mit Schirm zur Wechselzone begleitet haben ließen sich die 24 Stunden ganz gut überstehen. Nicht zu vergessen sind die einmaligen Zuschauer vor denen ich wirklich meinen Hut ziehe. Die meisten dürften heute heiser sein oder Muskelkater in den Armen haben vom ganzen Klatschen und Ratschen drehen... Das war bestimmt genauso anstrengend wie das Fahren! 
                              
                                                               


Keilerbike Wombach

 Nach dem 24h-Rennen war mir erst einmal nicht so nach mittlerer oder sogar langer Distanz, obwohl ich doch sehr neugierig auf die Strecke gewesen wäre. Schließlich gilt der Marathon in Wombach als einer der singletrailreichsten Deutschlands. Also meldete ich mich für die kurze Runde an, wenigstens Sonja wagte sich auf die mittlere. Aber auch sie sollte nicht in den Genuss der Trails kommen. Ich beobachtete ihren Start während des Warmfahrens, um mich ein wenig von meiner Nervosität abzulenken.
Als wir dann schließlich alle im Startblock standen und dem Startschuss entgegen fieberten, kam plötzlich Sonja die Straße herauf. Sie hatte, wie sich dann heraus stellte, bereits kurz nach dem Start zwei Platten und keinen dritten Schlauch mehr. Ich winkte sie zu mir und Uwe Hofmann besorgte noch ganz schnell eine neue Startnummer, so dass sie zumindest auch die kurze Strecke fahren konnte. Die netten Mechaniker am Haibike-Stand machten Sonjas Rad auch wieder einsatzbereit.
Dann fiel auch schon der Schuss. Bereits am ersten Anstieg lag ich vorne, was mich ein wenig irritierte. Ich habe dann immer das Gefühl zu schnell anzugehen. Ich versuchte aber trotzdem das Tempo beizubehalten und es gelang mir größtenteils ziemlich gut. Streckenweise wollten jedoch die "Berge" kein Ende nehmen. Besonders fies waren die Anstiege, die ganz flach aussahen, man aber nicht nennenswert vorwärts kam. Trotz des Regens in der Nacht war die Strecke extrem trocken und staubig, was mir jedoch lieber war als tiefer Matsch. Erst gegen Ende des Rennens realisierte ich richtig, dass ich immer noch vorne lag. Als ich mich umschaute, meinte ich etwas Orangenes, also Sonja, gesehen zu haben. Also versuchte ich meinen Vorsprung noch ins Ziel zu retten und fuhr so schnell es ging bergab. Es gelang mir sogar und ich habe mich wahnsinnig gefreut als ich als Erste die Ziellinie überqueren durfte.

                                       

Kurz danach kam dann auch schon Sonja, also hatte ich mich nicht verguckt. Zusammen standen wir dann dem Sprecher Rede und Antwort. Dass ich dann bei der Siegerehrung auch noch leckeres Keilerbier und ein riesiges Stofftier bekam, rundete meinen ersten "richtigen" Saisonsieg ab :-)

24h-Rennen Steindorf

So, jetzt hab ich auch mal ein 24h-Rennen als Einzelfahrerin bestritten ;-) 

Am Wochenende stand das 24h-Rennen in Steindorf bei Augsburg auf dem Programm, bei dem Univega Hauptsponsor war. Also stand fast das gesamte Team dort am Start. Aufgrund von Krankheiten mussten Silke und Florian jedoch verzichten, so dass wir Samstag vormittag aus  7 Fahrern vernünftige Teams zusammenstellen sollten. So kam es, dass ich, anstatt wie geplant im 4er-mixed Team zu fahren, als Einzelfahrerin an der Startlinie stand.  Zur Beruhigung rief ich noch meine Freundin Sonja an, die daraufhin sofort nach Steindorf kam, um meine Betreuung für das kommende Rennen zu übernehmen. Da ich überhaupt nicht wusste was mich erwarten würde, war ich doch ziemlich nervös, vor allem, weil ich nur eine Mitstreiterin sehen konnte, aber (mit mir) 3 Frauen gemeldet waren. Erst nach einigen Stunden wurde mir bewusst, dass die dritte Fahrerin (Yvonne Holecek) leider nicht dabei war. Also brauchte ich nur auf Jana Lemke zu achten, die aber das Rennen bereits am frühen Abend beenden musste. So fuhr ich einfach locker mein Tempo und legte einige Pausen ein ;-) In der Nacht habe ich mich dann auch einige Stunden geschlafen und bin so gegen 5:45 wieder auf´s Rad gestiegen. Am frühen Vormittag wurde dann zu allem Überfluss auch noch das MTB meines Teamkollgen Patrick Meerschaert gestohlen, so dass ich ihm vorläufig mein Bike zur Verfügung stellte. So konnte unser 4er-Team seine Führungsposition verteidigen konnte. Später konnte noch ein anderes Rad für Patrick aufgetrieben werden, so dass ich noch ein paar Runden drehen konnte. Alles in allem war es ein schönes Erlebnis, aber ob ich mich jemals dazu entschließen werde, ein 24h-Rennen komplett durchzufahren, kann ich noch nicht sagen. 

Bedanken möchte ich mich vor allem bei Sonja, die rund um die Uhr für mich da war und keine Wünsche offen ließ. Außerdem natürlich bei meinem Teamchef Herman Schoens und allen anderen Betreuern und Univega-Fahrern die bei "Problemchen" immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Zuletzt möchte ich noch die vielen Zuschauer erwähnen, die teilweise in richtige Applausorgien verfielen und mich so sehr stark motiviert haben :-)

Unsere 4er Mannschaft mit Dion Gilissen, Marius Lembeck, Patrick Meerschaert und Gody Jacobs konnte ihre Führung bis ins Ziel verteidigen. Das aus dem eigentlichen 4er-mixed Team hervorgegangene 2er Team mit Christian Fischer und Jean Biermans gewann das Rennen ebenfalls sehr überlegen und das Univega-"Hobbyteam" wurde in der 8er-mixed Wertung dritte. Alles in allem also ein sehr erfolgreiches Wochenende für das Univega-Team.

Marathon in Saalhausen

Da mir ein Weg von Dortmund bis ins Salzkammergut zu weit war, entschied ich mich in Saalhausen beim Marathon auf der mit 51 km ausgeschriebene Strecke zu starten. Da meine Vorbereitung durch die Beerdigung meiner Oma alles andere als gut war, nahm ich mir nicht viel vor. Aber, dass es so schlecht wird, damit habe ich nicht gerechnet. Schon kurz nach dem Start konnte ich den Anschluss an die vor mir fahrende Gruppe nicht schaffen, obwohl mir neutralisierte Starts immer sehr gut gefallen. Aber so fuhr ich im gleichen Tempo hinter dem vorderen Feld her, konnte aber auch nicht mit, an mir vorbei fahrenden Startern, aufschließen. So ging es am ersten Berg weiter. Ich merkte, dass ich nicht maximal fuhr, aber schneller konnte ich auch nicht. Bisher konnte ich mir nicht vorstellen was es bedeutet, wenn man sich nicht ausbelasten kann. Jetzt weiß ich wie es sich anfühlt. So lag ich einige Zeit auf Platz 5 bis Anneke Boon an mir vorbei fuhr. Nach ca. 40 km kamen dann auch noch mal wieder meine Krämpfe dazu, so dass ich auch noch etwas Tempo raus nehmen musste. Während des Rennens sagte mal einer, dass es ab Kilometer 48 nur noch bergab ginge.... darauf habe ich auch sehr lange gewartet. Leider ging es in der Nähe des Start-/Zielbereichs noch einmal eine Abfahrt auf der CC-Strecke rauf, die aberaufgrund ihrer Steilheit unfahrbar war, so dass man das Rad ziemlich lang tragen und schieben musste. `Danach müsste es ja eigentlich nur noch bergab gehen´, dachte ich mir zumindest. Leider war dem nicht so, denn es kam noch einmal ein längerer sehr steiler Anstieg bei dem man wieder vom Rad musste. So langsam hatte ich echt genug, besonders weil jeder Streckenposten meinte, es seien nur noch 2 km bis zum Ziel, egal wen man fragte. Da ich keinen Tacho an meinem Rad habe, kann ich nicht genau sagen, wie viele Kilometer es letztendlich waren. Es sollen aber, da schwanken die Tachoangaben anderer Fahrer, fast 60 km gewesen sein. Anneke fing sich ca. 10 km vor dem Ziel noch einen Platten ein, so dass ich in der Gesamtwertung auf den 5. Rang vorrutschte. In meiner Alterklasse war es dann sogar noch der 2. Platz, aber mit einem sehr großen Rückstand auf die Gesamtsiegerin Annette Kolf. Zweite wurde Susanne Förschner, den dritten Rang belegte Birgit Jüngst.

Bike Infection Kaprun

Nachdem Umzug aus Bayreuth ins Allgäu wollte ich endlich wieder richtig anfangen zu trainieren und fuhr mit Ines Thoma nach Zell am See um dort ein paar schöne Touren zu fahren. Am ersten Tag legten wir einen kurzen Stop in Leogang ein, um ein paar Fahrten im Bikepark zu absolvieren. Um nicht mein eigenes Rad zu demolieren, lieh ich mir ein Downhillbike aus und war überrascht wie groß der Unterschied zwischen einem Hardtail und einem Bike mit 200mm Federweg ist ;-) Leider fing es bald an zu regnen, so dass wir lieber nur noch bis zur Mittelstation fuhren. Anschließend fuhren wir nach Zell am See in eine nette Pension irgendwo oben am Berg. So kam es einem zumindest vor, wenn man mit dem Rad von einer Tour kam. Zusammen mit Christian Fischer und einigen anderen fuhren wir am Donnerstag eine superschöne Tour, die aber auch zur längsten die ich bisher gemacht habe, wurde. Außerdem merkte ich meinen Trainingsrückstand sehr deutlich. Am Abend ließ ich mich dann auch noch überreden am Freitag abend beim City-Sprint in Kaprun zu starten. Freitag vormittag fuhren wir noch eine "kleine" Runde auf den Maiskogel, auf den am Samstag ein Uphill-Rennen stattfand. Bei der Abfahrt ging ich noch zweimal über den Lenker und fing mir eine deftige Prellung am Knöchel ein. Am Abend schied ich dann leider schon in der Vorrunde aus. Ines schaffte es bis ins Finale und kam dort hinter Maria Osl und Nina Homovec auf Rang 3. Am Samstag fuhren wir am nachmittag wieder Richtung Allgäu. Dort wartete dann eine sehr schlechte Nachricht auf mich: meine Oma war gestorben. Da ich meine Oma sehr mochte, ging mir das ziemlich nahe. So fuhr ich am Dienstag vormittag zu meiner Familie nach Dortmund.